knapp 21 Monate Attachment Parenting – Teil 1

Wie geht es uns damit?

Sehr gut! Noch immer. Ich bin überzeugt den richtigen Weg gegangen zu sein.

Stillen

Wir stillen seit Geburt. Mittlerweile also fast 21 Monate. Uns gehts ziemlich gut damit, ich habe keine Probleme das Herbstmädchen in der Öffentlichkeit zu stillen, wobei das tatsächlich nur noch sehr selten der Fall ist. Denn wir haben uns darauf geeinigt das es den „Busen“  nur zum einschlafen gibt. Zu Mittag und am Abend. Wenn ich arbeiten bin, stillen wir an diesen Tagen aber oft gar nicht. Dann nur einmal nachts. Also einmal in 24 Stunden. Das Herbstmädchen kommt sehr gut damit zurecht und was mich fast noch mehr begeistert, auch meine Brust!

Wie das mit dem Stillen hier bei uns so läuft, darüber habe schon schon einige Male geschrieben. Hier, hier und hier.

Ich hoffe das Herbstmädchen stillt sich irgendwann ganz von alleine ab. Aber noch genieße ich diese besonderen innigen Momente noch sehr und bin froh dass wir seit Anfang an einen für uns perfekten Rhythmus gefunden haben.

Familienbett

Ja, auch das Familienbett wird bei uns noch immer praktiziert. Seit der Geburt hat es sich zwar ein paar Mal verändert, wir haben angebaut, umgebaut, wieder angebaut und haben jetzt eine für die derzeitige Situation perfekte Konstellation. 90cm+90cm+90cm. Oft liegt das Herbstmädchen ganz eng an mich gekuschelt oder ich habe eine Hand auf ihr liegen. Genauso oft, liegt sie ganz weit weg von mir auf dem Bauch und schläft ruhig vor sich hin. Jede Nacht ist anders und mittlerweile werden die Nächte auch ganz gut (schon dreimal durchgeschlafen!!!). Ich könnte mir noch immer nicht vorstellen, mein Mädchen in einem anderen Raum schlafen zu lassen.

Auch über das Familienbett habe ich bereits ein paar Mal geschrieben. Hierhier und hier.

Tragen

Auch getragen wird noch fleißig. Wenn wir unterwegs sind, dann ist das Tuch zumindest dabei. Meist läuft sie selber oder kommt mal eben ohne Tuch auf den Rücken (Huckepack, das klappt ziemlich gut). Wenn wir längere Strecken unterwegs sind und sie nicht mehr laufen mag, dann ab ins Tuch oder die Tragehilfe. Ich bin mir sicher, dass sie diese „Auszeiten“ noch immer sehr genießt. Einen Kinderwagen hatte wir noch nie auswärts mit dabei. Die Oma mag zwar gerne mal „wagerln“ wie es hier in Bayern heißt, aber bei uns Eltern wird gelaufen oder getragen. Mittlerweile kommt immer öfter das Puky Wutsch mit, ein Laufrad mit vier Rädern, da legt das Herbstmädchen auch gerne Strecke zurück. Das es übrigens nicht nur bei uns unterwegs ohne Buggy funktioniert könnt ihr hier bei ElternvomMars nachlesen. Aber zurück zum tragen. Unterwegs, wie gesagt, sehr praktisch. Aber auch zuhause tragen wir noch täglich. Meistens aber nur noch zum einschlafen oder wenn das Herbstmädchen ganz besonders schlechte Laune hat oder krank ist. Trotzdem: 21 Monate tragen wir und lieben es!  – Muss ich als Trageberaterin natürlich auch sagen ;) –

Meine Blogbeiträge zum Thema tragen: Hier, hier, hier und hier. 

Wir vertrauen! 

Wir vertrauen, lassen probieren, ermutigen selbst Erfahrungen zu sammeln. Stehen aber helfend zur Seite, wenn die Hilfe benötigt wird. Wir „erziehen“ mit viel Liebe und Verständnis, auf Augenhöhe, mit Geduld und Spucke.

Wenn etwas dabei zu Bruch geht, dann ist das nicht schlimm, wir fegen die Scherben zusammen auf. Wenn wir dabei schmutzig werden, ziehen wir uns um und bringen die schmutzige Wäsche in den Wäschekorb. Wir machen uns nichts daraus, denn nur so kann das Herbstmädchen lernen. Durch erleben und vorleben.

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Weitere Blogbeiträge zum Thema „natürliche Elternschaft oder Attachment Parenting“ von mir findet ihr übrigens hier oder hier.

Matschküche

Mit was kann man einem Mädchen von knapp 21 Monaten die größte Freude machen?

Richtig! Mit Matsch! Wasser, Sand, Schaufel, Töpfe, Steine, Gras und Nüsse. Mehr braucht es nicht um sie ewig beschäftigt zu wissen.

Ganz einfach mit Sachen aus dem Fundus der Großeltern oder vom Flohmarkt. Hat uns also alles genau nichts gekostet und macht sogar uns Eltern herrlich viel Spaß.

Außerdem noch tragbar, also eine Matschküche to go, quasi. Sehr praktisch.

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Nur noch Bio?

Kürzlich hat mich jemand gefragt ob ich auch noch was anderes als „Bio“ esse.. Ich habe darüber nachgedacht und… NEIN. Zu 98% esse ich ausschließlich Bio. Je mehr ich mich mit diesem Thema befasse, lese, recherchiere, selber im Biomarkt arbeite, mit Kollegen spreche, desto überzeugter bin ich davon. (Natürlich gibt es überall schwarze Schafe, aber für mich ist konventionell KEINE Alternative mehr)

Warum? Unter anderem darum. Ob es Weizen ist der keine Ahnung wie oft mit chemischen Substanzen behandelt wird und dann in unserem Brot landet oder gespritzte Äpfel im Billigapfelmus aus dem Supermarkt. Für mich nicht mehr mit gutem Gefühl machbar.

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Sicherlich ist es auch eine finanzielle Frage. Wie WIR uns Bio leisten können, habe ich schon einmal versucht zu erläutern. Hier und hier. Gute Planung, Konsumverzicht, FoodSharing, und Prioritäten setzen sind wohl die Schlagworte auf die es bei UNS ankommt. Wir haben, denke ich, ein durchschnittliches Einkommen, sind also definitiv keine Großverdiener.

Warum ich euch heute davon erzähle:  es gibt ein Artikel den ich vor ein paar Tagen gefunden habe und der mich – mal wieder – sprachlos gemacht hat. Jeder sollte ihn lesen. Einen ähnlichen Artikel habe ich zum Thema Plastikverzicht/Plastik im Körper schon einmal mit euch geteilt.

Bio sollte nicht nur eine Modeerscheinung oder ein Privileg für Besserverdiener sein. Bio für jeden! Das sollte ein großes Ziel sein. 

Gartenfortschritte

Im Garten tut sich gerade wirklich einiges. Allerdings nicht nur erfreuliches.

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Wir können zwar sehr stolz auf unser Werk der vergangenen Wochen zurückblicken, aber gerade bin ich etwas genervt. Wir haben wir eine unglaubliche Schneckeninvasion. Mal wieder. Ich habe in den letzten Wochen superkonsequent morgens und abends angesammelt. Mindestes 700 Stück. Wenn nicht mehr. Und ja, mittlerweile bin ich nicht mehr zimperlich. Nachdem ich mit vielen Gärtnern/Kollegen/Gleichgesinnten gesprochen habe, gibt es nur noch eine Lösung für mich. Ein schneller Tod für die Schnecken. Schließlich sind sie – ganz klar – Fressfeinde. Zwei Kürbispflanzen und eine Zuchinipflanze sind in den letzten Tagen den Schnecken zum Opfer gefallen. Von der Bienenwiese will ich gar nicht sprechen.

Dazu die 45 Salatpflänzchen und etliche andere Dinge den Erdraupen, aber das ist eine andere Geschichte.

In den letzten Tagen hat es hier in Niederbayern sehr sehr viel geregnet, das war auch nicht so ganz optimal, da meine Pflanzen erst ein paar Tage zuvor „ins Freie“ durften. Aber es scheint als sei die größte Regenfront erstmal vorüber.

Nun aber Schluss mit rummotzen. Schließlich gibts auch ein paar Erfolge zu vermelden.

Ich habe Salate in Töpfen gepflanzt, das funktioniert super. Ebenso Kohlrabi. Die Tomaten sind nun teils in große Töpfe an der Hauswand, teils unter ein extra gebautes Tomatendach gekommen. 15 Paprikapflanzen sind ebenfalls in Töpfe unter dem Glasdach auf der Terrasse gezogen. Die Chili trägt bereits Blüten und die verbliebenen Zuchinipflanzen sehen eigentlich ganz gut aus. Erbsen sind aufgegangen. Bohnen, Mangold, Rote Beete, Dill, Karotten, Schnittlauch, Borretsch, Zwiebel, Knoblauch, Lauch gesät.

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Die Obststräucher geben mächtig Vollgas. Unsere fünf Heidelbeersträucher tragen schon wunderschöne kleine Früchte, die nur noch reif werden müssen. Stachelbeere, Brombeere, schwarze und rote Johannisbeere ebenfalls. Da freuen wir uns schon sehr drauf. Sogar der Kirschbaum trägt dieses Jahr mehr als eine Kirsche.

Holunder, Hagebutte, Haselnuss sehen auch ganz großartig aus. Und der Rest… Wird schon werden.

Ich wollte eigentlich schon längst meine Lieblingsgartenbücher hier vorstellen. Allen voran, sicherlich „das große Biogarten-Buch“ . Sehr sehr umfangreich, es wurde wirklich fast alles angesprochen was gerade Neulinge wissen sollten.

Zum Geburtstag habe ich das Buch von Wolf-Dieter Storl „Der Selbstversorger“ bekommen. Ich hab es sehr. Ich mag die Ansichten und Einstellung von Wolf-Dieter Storl einfach. Er ist rundum sympathisch, hat aber seine eigene Art. Es gibt sehr viele Dokumentationen online, Interviews etc. mit ihm. Sehenswert.

Und wer sich mit dem Thema Permakultur vertraut machen möchte, dem kann ich das Buch „der Permakultur-Garten“ ans Herz legen. Ein tolles Buch um sich einen ersten Überblick zu verschaffen.

Spatfrühlingsschätze II

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Leider regnet es seit vier Tagen quasi durchgehend, mal sehen ob alle Pflanzen das unbeschadet überstehen. Die Schnecken fühlen sich jedenfalls schon ziemlich wohl. Ich bin trotzdem optimistisch. Hilft ja eh nix.

Ich bin übrigens gerade am überlegen wie es hier auf dem Blog weitergehen soll. Weniger privates, mehr „nachhaltiges“, etc? Ich weiß es nicht. Was würdet ihr euch wünschen? Was interessiert euch? Ich freue mich auf Rückmeldung! Gerne auch per Email.

Am Wasser

Diese Woche haben wir endlich den ersten Radausflug gewagt, herrlicher Sonnenschein und spontaner Urlaub des Liebsten hat uns dazu verleitet. Wir haben unsere Picknicksachen gepackt und sind losgeradelt.

Wir haben ganz viele Fotos am Wasser gemacht und heute, während ich diese Zeilen schreibe, fällt mir ein, vor zwei Jahren waren wir genau da… Guckt mal hier. 

Wow, jetzt steht hier dieses große Mädchen neben mir!!! Unglaublich.

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Damals so:

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PS: Lila (die zweite Hündin am Bild, musste leider kurz nach der Geburt des Herbstmädchens ausziehen) gehts übrigens sehr gut

Eingezäunt

Bevor es nun endlich ans einpflanzen und ansäen im Garten geht, haben wir uns einen Traum erfüllt. Mein Geburtstagsgeschenk. Ein Zaun. Ich bin so verliebt und freue mich unglaublich über das neue Gesicht unseres Gartens.

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Wir haben im Herbst/Winter geplant und gesehen das wir unbedingt eine Absperrung brauchen, weil der Hund sonst immer durch die Beete stapft. Außerdem ist unser Garten eh (noch) eine große leere Fläche, das wollten wir ein wenig auflockern. Wir haben noch so viele weitere Pläne für die nächsten Jahre. Aber alles auf einmal geht eben nicht.

Neben dem Hund, Erdraupen und Schnecken habe ich nun einen weiteren „Schädling“ im Garten… Das Herbstmädchen hat heute schön sauber die Kohlrabi-Pflänzchen rausgezogen. Mal sehen ob die es überleben!

Zumindest sind jetzt alle Beete soweit vorbereitet, dass endlich angebaut werden kann. Das Bohnentipi steht, die Bienenwiese fängt schon an zu wachsen, die Beerensträucher tragen schon wunderschöne kleine grüne Früchte. Meine vorgezogenen Pflänzchen (Paprika, Chili, Aubergine, Kürbis, Gurke, Tomaten) dürfen schon jeden Tag nach draußen. Abhärten. Ich bin ganz optimistisch, dass es dieses Jahr klappt mit dem Gemüse aus dem Garten.

Helft den Bienen…

und damit uns allen. Gestern morgen war es wieder soweit, der Bauer der hier rund um die Holzhütte seine Salate anbaut, hat mal wieder die Chemiekeule geschwungen :( Ich kann euch nicht sagen wie sauer, traurig und hilflos mich das macht. Ich habe panisch das Herbstmädchen gegriffen und mich im Haus verschanzt, der Tag war draußen gelaufen, obwohl herrliches Wetter war. Aber von dem ekelhaften Gestank tat mir bis Abends der Hals weh. Was das mit sonst mit uns macht, das werden wir vielleicht erst viel später sehen. Leider habe ich wohl vor dem Hausbau unterschätzt wie sehr die konventionelle Landwirtschaft hier mit Pestiziden und Herbiziden um sich wirft. IMG_0899   Ich fühle mich wirklich hilflos. Was ich aber für mich tun kann – ist der Boykott von konventionellen Produkten (hier am Bild übrigens Eisbergsalat der  bei N*etto als regionaler Salat angepriesen wird), Bienenwiesen anlegen um neben der Monokultur wenigstens ein bisschen Futter für Bienen und Co zu schaffen und Unterschriften gegen Unkrautvernichtungsmittel wie Glyphosat hier oder tolle Aktion wie hier vom BUND. Eine tolle Aktion „mit Blumen gegen das Bienensterben“ findet ihr gerade auch auf Facebook. IMG_0878 Eine – wie ich finde – großartige Dokumentation über eine Imkerin findet ihr hier.