Gartenfortschritte

Im Garten tut sich gerade wirklich einiges. Allerdings nicht nur erfreuliches.

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Wir können zwar sehr stolz auf unser Werk der vergangenen Wochen zurückblicken, aber gerade bin ich etwas genervt. Wir haben wir eine unglaubliche Schneckeninvasion. Mal wieder. Ich habe in den letzten Wochen superkonsequent morgens und abends angesammelt. Mindestes 700 Stück. Wenn nicht mehr. Und ja, mittlerweile bin ich nicht mehr zimperlich. Nachdem ich mit vielen Gärtnern/Kollegen/Gleichgesinnten gesprochen habe, gibt es nur noch eine Lösung für mich. Ein schneller Tod für die Schnecken. Schließlich sind sie – ganz klar – Fressfeinde. Zwei Kürbispflanzen und eine Zuchinipflanze sind in den letzten Tagen den Schnecken zum Opfer gefallen. Von der Bienenwiese will ich gar nicht sprechen.

Dazu die 45 Salatpflänzchen und etliche andere Dinge den Erdraupen, aber das ist eine andere Geschichte.

In den letzten Tagen hat es hier in Niederbayern sehr sehr viel geregnet, das war auch nicht so ganz optimal, da meine Pflanzen erst ein paar Tage zuvor „ins Freie“ durften. Aber es scheint als sei die größte Regenfront erstmal vorüber.

Nun aber Schluss mit rummotzen. Schließlich gibts auch ein paar Erfolge zu vermelden.

Ich habe Salate in Töpfen gepflanzt, das funktioniert super. Ebenso Kohlrabi. Die Tomaten sind nun teils in große Töpfe an der Hauswand, teils unter ein extra gebautes Tomatendach gekommen. 15 Paprikapflanzen sind ebenfalls in Töpfe unter dem Glasdach auf der Terrasse gezogen. Die Chili trägt bereits Blüten und die verbliebenen Zuchinipflanzen sehen eigentlich ganz gut aus. Erbsen sind aufgegangen. Bohnen, Mangold, Rote Beete, Dill, Karotten, Schnittlauch, Borretsch, Zwiebel, Knoblauch, Lauch gesät.

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Die Obststräucher geben mächtig Vollgas. Unsere fünf Heidelbeersträucher tragen schon wunderschöne kleine Früchte, die nur noch reif werden müssen. Stachelbeere, Brombeere, schwarze und rote Johannisbeere ebenfalls. Da freuen wir uns schon sehr drauf. Sogar der Kirschbaum trägt dieses Jahr mehr als eine Kirsche.

Holunder, Hagebutte, Haselnuss sehen auch ganz großartig aus. Und der Rest… Wird schon werden.

Ich wollte eigentlich schon längst meine Lieblingsgartenbücher hier vorstellen. Allen voran, sicherlich „das große Biogarten-Buch“ . Sehr sehr umfangreich, es wurde wirklich fast alles angesprochen was gerade Neulinge wissen sollten.

Zum Geburtstag habe ich das Buch von Wolf-Dieter Storl „Der Selbstversorger“ bekommen. Ich hab es sehr. Ich mag die Ansichten und Einstellung von Wolf-Dieter Storl einfach. Er ist rundum sympathisch, hat aber seine eigene Art. Es gibt sehr viele Dokumentationen online, Interviews etc. mit ihm. Sehenswert.

Und wer sich mit dem Thema Permakultur vertraut machen möchte, dem kann ich das Buch „der Permakultur-Garten“ ans Herz legen. Ein tolles Buch um sich einen ersten Überblick zu verschaffen.

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10 Kommentare zu “Gartenfortschritte

  1. heißer tipp gegen schnecken gefällig? ihr habt doch diese wundervollen hochbeete. klebt da doch einfach eine runde kuperband drumherum. da krabbeln die schnecken nicht drüber, da ihr schleim am kuper oxidiert. das hatte ich um alle meine großen pflanzenkübel und -töpfe in meinem alten schneckengarten. einmal abgesammlt, hat sich keine schnecke mehr reingetraut. es war eine freude zu sehen, wie sie bis zum kupferband schleimten und dann dort angekommen, am kuper zurückzuckten und traurig wieder wegschleimten. haha! und schön sieht es dazu noch aus. das günstigste, das ich damals gefunden habe, gab es in der selbstklebenden version bei man*ufactum. kupferdraht oder rohr direkt dranmontiert dürfte auch funktionieren, ist aber natürlich eine kostenfrage.
    ansonsten weiterhin viel erfolg und leibe grüße,
    jule*

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  2. WOOOW… Wahnsinn was bei dir alles wachsen darf!!! Ist der Draht mit Sägespänen anti-Schnecken? Da ich davon ausgehe, dass blaues Korn nicht bei dir auf die Beete kommt. Salat in Töpfen, des is a guader Tip.
    Viele Grüße, Katharina

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  3. Ach, gegen Schnecken hilft nur Töten oder einen 3 m breiten,2m tiefen Wassergraben ums Haus. Ich zertrete sie, Hier gibt es nämlich eine Nacktschneckenplage. Sonst könnte ich jedes Gärtnern gleich sein lassen. Ich bin da radikaler geworden.

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  4. Ich habe letztes Jahr zum ersten Mal Homöopathie im Garten ausprobiert und bin begeistert. Auch dieses Jahr habe ich meine Salatpflanzen mit 6 Kügelchen Helix Tosta ,in 10 l Regenwasser aufgelöst, gegossen und die Schnecken sind verschwunden. Gerade heute war ich in der Buchhandlung und habe mir Lektüre dazu bestellt. Natürlich muss man genau beobachten ob die Schnecken wieder kommen. Aber lieber das als die schlüpfrigen Schleimer abzusammeln und zu eliminieren.

    Ich bin ja nur eine stille Leserin komme aber immer wieder gerne zum Lesen vorbei. Viele deiner Geschichten erinnern mich an die Kleinkinderzeit meiner inzwischen erwachsenen Kinder.

    Liebe Grüße von Susanne aus Regensburg

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  5. Ich lese hier eigentlich sehr gerne mit, aber nun hast du bei mir an „Perfektion“ verloren, was ich sehr schade finde. Bio, Tierrecht, das seinem Kind vorleben, „Öko“ – Leben usw. Und nun der schnelle Tod für die Schnecken. Irgendwie beruhigend und gleichzeitig beunruhigend, dass du doch auch nur ein Mensch bist, der sich für seine Projekte über die Tiere erhebt. An meiner Windschutzscheibe sterben auch Fliegen, aber mir einen tollen Biogarten ranzüchten, und dafür ständig Schnecken töten – das könnte ich nicht. Für mich ist es vergleichbar mit den Hirten, die den Abschuss der Wölfe wollen, damit keine Schafe gerissen werden. So wurden sie ja letztendlich fast komplett ausgerottet. Tut mir leid, aber das muss ich an dieser Stelle los werden.

    Leider weiß ich umgekehrt auch nicht, was mein Biobauer gegen „Schädlinge“ unternimmt. So oder so ist man wahrscheinlich an dem Tod einzelner Lebewesen beteiligt. Vielleicht ist deine direkte Art die ehrlichere.

    Wenn ich in anderen Kommentaren lese, „einfach zertreten“ läuft es mir trotzdem kalt den Rücken runter. Wir bringen unserer Tochter den Respekt vor allen Lebewesen bei und leben danach so gut es geht. Ausnahmen siehe oben…

    Trotzdem verfolge ich sehr gerne deine Geschichten und habe schon viele Denkanstöße mitgenommen! :-)

    Liebe Grüße und ein schönes Pfingstwochenende!

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    • Hallo, lieben Dank für deinen Kommentar.
      Ich habe viel gelesen und bin zu dem Schluss gekommen dass erstmal nichts hilft außer sie zu (schnell) zu töten. Unser Ökosystem hier muss sich nunmal erst finden, wir sind dabei Nützlinge (Igel, Amseln, Tigerschnegel…) anzulocken (Totholzecken, Insektenhotels etc etc… ) aber das dauert nun mal bis die natürlichen Feinde der Schnecken hier heimisch werden. Bis dahin fressen sie uns leider alles weg. Auf ein paar Stunden. Für mich macht es wenig Sinn, sie woanders hinzubringen. Und so leid es mir tut, die spanische Wegschnecke ist hier ja eigentlich nicht heimisch, somit finde ich hinkt der Vergleich mit Schäfer/Schafen/Wolf etwas.
      Ich habe – wie ich eingangs schon erwähnt habe – mit vielen Biogärtnern, Kollegen etc gesprochen und entweder man tötet sie eben schnell oder man streut Schneckenkorn. Welches übrigens auch im Biolandbau zugelassen ist. Ich lasse die Schnecken nicht leiden, streue kein Salz über sie, zertrete sie nicht. Und, ich mache das sicher nicht mit einem guten Gefühl.
      Ich habe die Hoffnung das – wenn sich unser Ökosystem hier gefunden hat – wir dann weniger Nacktschnecken haben und somit auch keine mehr sterben muss. Zum Teil sind sie ja durchaus sehr nützlich, man bezeichnet sie nicht umsonst als Gesundheitspolizei im Garten. Nur leider stimmt das Gleichgeweicht von „Schädlingen“ und Nützlichen in einem neuen Garten meist einfach noch nicht.
      Das ich für dich an Perfektion verloren habe ist schade, aber ganz ehrlich? Ich will und kann ja gar nicht perfekt sein. Wer ist das schon. Hier auf dem Blog schreibe ich über MEIN Leben, wie WIR es machen. Wenn sich hier jemand etwas für sein Leben mitnimmt, dann freue ich mich, wenn jemand sachliche Kritik übt, ebenso. Dennoch ist es nicht mein erstreben hier „perfekte Welt“ vorzuspielen. Ich bin ein Mensch, mit großen und kleinen Fehlern. Und, ich schreibe auch darüber. Wenn das jemandem nicht gefällt, dann ist das leider so.
      Ich wünsche dir noch einen schönen Pfingstmontag und freue mich wenn du trotzdem weiter hier mitliest.
      Liebe Grüße

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      • Hallo,
        deswegen hatte ich die Perfektion in Anführungszeichen gesetzt. ;-) Mir fiel kein anderes Wort dafür ein. Wie geschrieben, lese ich hier sehr gerne und bleibe dir treu! Man nimmt mit, was man mitnehmen möchte und was nicht, eben nicht. Ich hoffe, du konntest meinen Kommentar als sachlich auffassen, beleidigen wollte ich dich/euch damit schließlich nicht. Ich drücke euch die Daumen, dass sich euer kleines Ökosystem bald einpendelt und bin gespannt auf die Fortschritte.
        Liebe Grüße

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