Konsumauszeit. Erste Woche

Ganz so einfach war es tatsächlich nicht. Ich habe doch einiges an Geld ausgegeben. Aber… und darauf bin ich stolz tatsächlich (fast) nur für Sachen die auf dem Einkaufszettel standen (Lebensmittel, Hygieneprodukte) oder lange im voraus geplant waren (Frisörbesuch).

Allerdings hat sich für mich ein Problem aufgetan. Ich trage das Herbstmädchen ja doch noch oft, entweder in den Mittagsschlaf oder unterwegs auf dem Flohmarkt oder in der Stadt. Nun ist das aber für mich mit wachsendem Bauch nicht mehr möglich. Und für unterwegs finde ich eine Tragehilfe einfach so viel praktischer. Deshalb habe ich nach längerem Überlegen eine Tragehilfe ohne Bauchgurt bestellt. Allerdings… Gebraucht und dafür muss ein anderes wunderschönes geliebtes Tuch aus meinem Stapel ausziehen. Somit zahle ich nur 30€ „drauf“ und bin „Konsumauszeit-Technisch“ ganz zufrieden mit dem Kompromiss den ich mit mir selbst geschlossen habe.

Und ich finde darauf kommt es an. Ich will bei der ganzen Aktion ja nicht unglücklich sein und mich verbiegen. Das soll eine für uns passende, authentische Aktion sein. Und so kann ich ganz gut damit leben.

In den Kommentaren beim letzen Blogeintrag wurde ich darauf hingewiesen, dass der Einzelhandel ja nur von uns Käufern leben kann und dort auch Arbeitsplätze entstehen. Das mag stimmen. Und ich kaufe ja auch weiterhin ein. Nur wesentlich gezielter und ich hinterfrage was ich wo kaufe. Nur weil ein Herr H und M vielleicht von mir sehr gut leben könnte, muss ich ihn ja nicht unterstützen. Gerade bei fragwürdigen Firmen, die nicht gerade für Fairness und gute Arbeitsbedingungen bekannt sind, kann man das Kaufverhalten ja hinterfragen. Und das ist was ich mit der Konsumauszeit erzielen möchte. Das ist meine Meinung dazu. Und wie ich auf meinem Blog auch schon einige Male erwähnt habe, ich bin auch nicht frei von Fehlern.

Was diese Woche jedenfalls prima geklappt hat, war ein bisschen auszumisten und über verschiedene Online-Plattformen zum Tausch anzubieten. Das kommt so unverschämt gut an, dass ich es weiter versuchen werde. Gerade Instagram eignet sich in meinem Fall ganz toll dafür. So wird unser Haushalt leerer mit Dingen die nicht in Verwendung sind und dafür ziehen Herzensdinge ein oder das Konto wird ein wenig aufgefüllt. Beides nicht schlecht. Meinen blog habe ich um eine Seite ergänzt, ihr könnt jetzt hier eine Flohmarkt/Tauschecke finden.  Ich bin gespannt wie die nächsten Wochen weitergehen. Ich halte euch auf dem Laufenden.  

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6 Kommentare zu “Konsumauszeit. Erste Woche

  1. Den Anfang hast du doch gut umgesetzt, dies dachte ich gerade beim lesen.
    Ich möchte mal gerne etwas erzählen. Anfang des Jahres habe ich wie eine Wahnsinnige ausgemistet,keine Ecke blieb verschont. Einen Teil habe ich verkauft,einen weiteren verschenkt und der Rest ging zur Mülldeponie.Das war so immens viel und sowas von heilsam dass seitdem deutlich weniger gekauft wird. Zwar habe ich immer mal wieder etwas bestellt und auch hier im Ort gekauft,was nicht unbedingt sein müsste,nur fühlte es sich so richtig an.
    Jetzt in der beginnenden Vorweihnachtszeit habe ich mir vorgenommen, die Paketzusteller zu entlasten, genau so die Briefzusteller,sofern es mir da möglich ist.
    Deine Tausch-/Wunsch-/Flohmarktseite finde ich klasse. Pass auf beim verleihen von DVD’s.
    Liebe Grüße Sabine

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    • Guten Morgen,
      mir fiel noch ein, dass ich Bücher, DVD’S und CD’S welche hier nicht mehr gebraucht werden immer verkaufe. Ich bin bei “ Momox“ und „Rebuy“ sehr zufrieden. Die kaufen auch Handys, Tablets und noch mehr an. Vielleicht ist es für dich oder den ein oder anderen Leser/in ein Tipp. Ich wünsche euch einen schönen Tag.
      Alles Liebe
      Sabine

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  2. Hallo!

    Ich denke das Ziel ist ja, bewusst zu konsumieren, nämlich nur das, was man wirklich braucht.

    Das mit dem Tausch bei der Tragehilfe finde ich eine super Lösung. Bei uns wird über Eltern-Kind-Zentren auch angeboten, Tragehilfen für eine zeitlang auszuborgen. Das habe ich seinerzeit gemacht und war froh, dass ich die Möglichkeit hatte.

    lg
    Maria

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  3. Hallo ihr lieben Holzhüttenbewohner!
    Ich finde deine Konsumauszeit großartig, vor allem da sie ehrlich ist und darum geht es ja auch. Auf längere Sicht wird uns Menschen vermutlich nichts anderes übrig bleiben als weniger zu konsumieren, denn die Ressourcen sind einfach begrenzt, auch wenn wir uns nicht danach verhalten. Und das macht eben auch etwas mit uns (haben und sein) und wenn wir uns damit in Aufmerksamkeit üben, ist schon so viel gewonnen. Vielen Dank, dass Du das mit uns teilst und alles Liebe für euch. Astrid.

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  4. Find ich super! Auch, dass Du viel tauschen willst! Wie machst Du das bei Instagram? Ich hab noch nie bei Dir gesehen, dass Du was zum Tauschen anbietest oder zum Verkauf. Dabei dachte ich, ich sei eine sehr aufmerksame Subs-Leserin, wenn auch manchmal etwas sehr hinterher… oder hast Du dafür einen extra Account??
    Sehe mir gleich mal Deine Flohmarkt-Seite an…

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