Holzhüttenstreuobstwiese 2

Nachdem das Thema bei euch großes Interesse erweckt hat und noch einige Fragen offen sind, will ich sie euch gerne beantworten.IMG_3188Über eine mögliche Förderung habe ich euch bereits erzählt. Unsere Wiese wurde nun ganz kurzfristig doch nicht gefördert, weil wir wohl zu sehr IM Ort sind. Welche die Vorraussetzungen für die Förderung sind, könnt ihr bei eurer zuständigen „unteren Naturschutzbehörde“ erfragen. Wir sind im Nachhinein gar nicht unglücklich darüber dass es nicht geklappt hat mit der Förderung. Da wir insgesamt nur 12 Bäume auf der Wiese haben, war das alles nun auch nicht so teuer. Ein großer Vorteil für uns ist, dass wir nicht verpflichtet sind die nächsten 25 Jahre diese Wiese so zu bewirtschaften wie die Voraussetzungen sind. Außerdem haben wir uns dazu entschlossen, Halbstammbäume zu pflanzen. Nicht, wie vorgegeben Hochstamm. Dennoch wurden wir von unserem Zuständigen Amt gut beraten und das Saatgut für die Blumen/Bienenwiese können wir trotzdem gratis beziehen.

Ein Teil des Saatgutes haben wir bereits im Spätsommer ausgebracht und schon jetzt erkennt man eine große Vielfalt an unterschiedlichen Kräutern. Das Saatgut wird regional gewonnen und auch nur regional verteil. Was Sinn macht, denn Kräuter die vielleicht im Allgäu gut wachsen, müssen es hier in Niederbayern noch lange nicht. Auf einem Drittel der Gesamtfläche wollte der Schwiegerpapa gerne normalen Rasen haben. So haben wir uns darauf geeinigt, dass „sein“ Teil mit Rasen und seinen Bäumen bepflanzt wird und den Rest wir aussuchen bzw. übernehmen.

Die meiste Arbeit war sicherlich das einlesen und aussuchen der verschiedenen Sorten. Einige Obstbäume gibt es bereits im Bestand der Schwiegereltern (welche näher an der Wiese wohnen). Klar war, wir wollen Saftäpfel und Lageräpfel, damit wir – wenn alles gut geht – das ganze Jahr über selber Äpfel haben. Gerne kann ich euch „unsere“ Auswahl auflisten, ob das jedoch für euch ebenso Sinn macht, sei dahingestellt. Es gibt auch hier regionale Unterschiede. Ich habe den Tipp bekommen, hier zu gucken, welche Sorten bei uns besonders gut wachsen und tragen. Danach habe ich mich gerichtet. Dann erst die Sorten näher bestimmt. Ist der Baum beispielsweise mit 1 gekennzeichnet, dann ist er für UNS in Niederbayern nicht geeignet. Danach Aussehen und den Geschmack recherchiert. Am Besten ist es sicherlich sich in einer kompetenten (!) Baumschule beraten zu lassen. Viele Baumschulen haben auch Listen die sie rausgeben mit Infos zu den verschiedenen Sorten, ich hatte zum Glück so eine vorliegen, das hat meine Suche nochmal wesentlich erleichtert. Wir haben uns jetzt für folgende Sorten entschieden:

Maunzenapfel / Wildshire / Ontario / Bittenfelder / Roter v. Boskoop / Prinzenapfel / Brettacher

Außerdem noch für eine Winterbirnensorte: Gräfin von Paris. Birnen brauchen immer einen zweiten Befruchterbaum, der ist zum Glück am Grundstück der Schwiegereltern schon vorhanden.

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Zusätzlich zu Apfel und Birne habe ich noch eine frühe Maikirsche ausgesucht, die in Niederbayern wohl besonders gut tragen soll.

Der Abstand der Halbstammbäume soll min. 6 Meter betragen, danach haben wir uns so ziemlich genau gerichtet. Literaturtipps habe ich dazu nicht wirklich, ich hab mir das meiste aus dem Netz zusammengesucht, ebenso mit der schon erwähnten Sortenliste der Baumschule.

Noch schauen die Bäumchen etwas mickrig aus, sie wurden aber extra vor dem Pflanzen noch zugeschnitten und ich hoffe sie holen das ganz schnell wieder auf.

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7 Kommentare zu “Holzhüttenstreuobstwiese 2

  1. Beim Saatgut für die Blumen- bzw. Bienenwiese ist mir aufgefallen, dass gerade die darin enthaltenen Kornblumen in allen möglichen Farben zu finden sind, was eindeutig gezüchtet ist und nicht der Wildform entspricht. Dass hat mich sehr geärgert, wer weiß, wer da schon wieder dahinter steht. Ich mixe mir deshalb doch lieber wieder selbst, bzw. man bekommt hier auch ab und an vom Demeterbauern Saatgut geschenkt. Allerdings das nur in kleinen Mengen.

    Liebe Grüße,
    Helena

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  2. Ich finde es gut, daß Sie betonen, wie wichtig die richtige Auswahl für den jeweiligen lokalen Standort ist. Lokal kann sich auf einen wirklich kleinen Umkreis beschränken, denn schon ein größerer Wald, ein größeres Gewässer eine Hanglage verändert das Mikroklima sehr!
    Zu den Äpfeln: ich empfehle hier gerne Eckhard Brandt, der als Pomologe alte Sorten züchtet un ein wirklicher Fachmann ist: http://www.boomgarden.de/

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