Medienkonsum

Das Thema Medienkonsum bei Kleinkindern ist soweit ich es mitbekomme ziemlich umstritten. Die einen sind da sehr locker, schalten täglich ein, entweder speziell für das Kind oder lassen den Fernseher nebenbei laufen.

Zweiteres finde ich persönlich nicht Ok. Oft bin ich zwar versucht, beispielsweise wenn das Herbstmädchen am Wochenende wieder um 4:30 aufsteht, aber dann überwiegt doch meine Einstellung zum Thema Medienkonsum im Kleinkindalter. So lange es geht, möchte ich dass sie so wenig wie möglich „beschallt“ wird. Das heißt, der Fernseher ist aus, wenn das Herbstmädchen im Raum ist und sie darf auch das Handy oder Ipad nicht benutzen. Es gibt ja mittlerweile Apps schon für die ganz kleinen. Ich persönlich finde das eher schwierig.

Es gibt natürlich auch bei uns Ausnahmen in denen wir sehr froh sind, dass das Herbstmädchen im Alltag eben keine Beschallung durch den Fernseher kennt.

Vor allem zwei Ausnahmen die für uns sehr wichtig sind und wir deshalb über unseren „Schatten“ springen was den Medienkonsum betrifft. Zähneputzen ist Grund Nr. 1 – lange haben wir hin und her überlegt, aber da ich erbtechnisch schlechte Zähne habe, bin ich bei der Zahnpflege des Herbstmädchens sehr speziell. Morgens putzt das Herbstmädchen selber und Abends gibt es eine Folge „Peppa Wutz“ am Handy. Während sie guckt, können wir ganz gründlich putzen.

Eine weitere Ausnahme ist Inhalieren- diesen Winter zum Glück noch nicht oft benötigt, aber im letzten Winter haben wir fast vier Wochen durchgehend inhalieren müssen und irgendwann helfen sämtliche andere Ablenkungsmanöver wie Bücher lesen und Puppe mitinhalieren lassen nicht mehr. Auch hier haben wir uns für Peppa Wutz oder das Kikaninchen entschieden. Ich finde beide Kleinkindgerecht und für unseren Gebrauch perfekt. Anderes möchten wir ihr nicht anbieten. So gucken wir auch oft Folgen die wir schon gesehen haben. Und die Folgen gibt es nie unbegleitet, das heißt, wir sitzen immer neben ihr.

So halten wir es in der Holzhütte also mit dem Medienkonsum. Für unsere Familie passt das so sehr gut. Wir sind aber auch Mama und Papa und können uns so meistens gut gegenseitig im  Alltag unterstützen. Außerdem haben wir auch Hilfe durch die Schwiegereltern. Wäre ich beispielsweise alleinerziehend könnte es auch bei uns anders aussehen. Andere Familien machen es anders – und das ist auch Ok. Jeder so wie er es für richtig hält. Bei der Wildnisfamilie beispielsweise läuft es so ab.

IMG_8273

 

Advertisements

7 Kommentare zu “Medienkonsum

  1. Hallo!

    Ich weiß gar nicht mehr so genau ab wann ich meinen Kindern das Fernsehen (im engeren Sinn) erlaubt habe. So zwischen 8 und 10 Jahren denke ich.

    Bis dahin kannten sie nur Videos, die nicht an Zeiten gebunden waren. Sie durften auch nicht ständig schauen, nur wenn es wirklich gerade gepasst hat und nicht jeden Tag. Auch damit habe ich recht spät begonnen, spätes Kindergartenalter 5,6 Jahre würde ich sagen. Vorher gab es gar kein Video schauen.

    Von anderen Müttern kannte ich es ganz anders und das hat mich echt abgeschreckt.

    lg
    Maria

    Gefällt mir

  2. Danke für’s Berichten.
    Ich war in letzter Zeit ganz überrascht wie gängig scheinbar die Kleinkind-Apps sind.
    Bei uns ist Medienkonsum (noch) kein Thema, Filmchen gibt es in keiner Form. Aber kürzlich haben wir uns mal überlegt, wie das wird wenn unser Mädchen das bei anderen Kindern kennenlernt. (Hat sie einmal, aber das ist lange her.) Dann will sie die immer besuchen zum Glotzen!? Wir haben nämlich keinen Kasten und kein WLAN.
    Zugegeben, heut hat unser großes Kind ein bisschen im Baumarkt ferngesehen, in der Schraubenabteilung konnte man Videos über Schrauben gucken :oD

    Gefällt mir

  3. Hallo,

    Beim 1,Kind haben wir es ähnlich gehandhabt. So mit Ca. 3 Jahren oder so mit dem sandmann begonnen. Der 2, hat dann schon früher mitsehen dürfen.
    Aber auch nur Sandmann, irgendwann auch mal Sendung mit der Maus.

    Als Nr. 3 geboren war, war ich sehr froh, DVDs vom kleinen Raben Socke -sehr zu empfehlen, minimal animierte Abbildungen der Bücher – zu haben.
    So war ich in der Lage, mich dazuzusetzen und den Kleinsten am Stück stillen zu können.
    Irgendwann sind auch Bücher (und da ist das Angebot dank Bücherei sehr gut) langweilig und man ist froh, auf andere Medien zurück greifen zu können.

    Denn wie du schriebst: manche Situationen ,heiligen die Mittel’und dann ist mir ein kontrollierter Umgang mit den Medien doch lieber.

    Heute sind unsere Kinder knapp 8,10 und 12 und schauen schon alleine wegen der vielen Hausaufgaben und anschließenden Hobbies relativ wenig.
    Unter der Woche sowieso und wenn, dann immer gezielt (DVD, Mediathek…).

    Aber bei Regen, Krankheit und am Wochenende darf’s gerne auch mal ein toller Film mit Popcorn sein :-).
    Allerdings ist dann so ein Film immer nur ein Angebot von vielen und wird nur erlaubt, wenn wirklich schon andere Beschäftigungmoeglichkeiten ,durch‘ sind.

    Aber gerade im Winter ist es schön, sich auch mal gemeinsam aufs Sofa zu kuscheln und einen Film zu sehen, als eine von vielen gemeinsamen Tätigkeiten.

    LG,

    Karline

    Gefällt mir

  4. Interessanter Beitrag! Ich sehe das ähnlich wie du, und war da immer „streng“. Wir haben beim Großen mit 3 angefangen mit Sandmann, mehr nicht. Vorher gabs nichts. Dann kam mal “ kleiner roter Traktor“ oder Pingu dazu. Und aktuell die Kuschelbären! Die finde ich allerliebst, und sind auf dvd, fand schon zu meiner Zeit. Nur dauern die etwas länger, naja..er liebt sie.
    Meine kleine darf noch nichts schauen, ich kann aber nicht verhindern, dass sie bei großen doch mal paar Minuten mitschaut, sie kuschelt sich dann extra schön zu ihm auf die couch❤️.
    Aber nebenher läuft der tv bei uns nie! Das finde ich auch gar nicht ok.

    Gefällt mir

  5. ich bin schon gespannt wie das bei uns sein wird, wir haben nämlich gar keinen fernseher und auch kein tablet. manchmal schauen wir filme am laptop. natürlich kann man im internet passende und altersgerechte filme und serien raussuchen und zu bestimmten ‚anlässen‘ anschauen. hier halte auch ich es für sehr wichtig, dass man mit dem kind gemeinsam schaut und eventuell darüber reflektiert.
    ein tägliches fernsehen wie ich es aus meiner kindheit kenne, wo man schon weiß, um welche uhrzeit es welche serie spielt, wird es bei uns zum glück nicht geben. allerdings ist es heutzutage schon auch wichtig, dem kind einen adäquaten und verantwortungsvollen umgang mit den unterschiedlichen medien und technischen geräten beizubringen!
    greets cao

    Gefällt mir

  6. Ich finde es gut, dass du das Thema Alleinerziehend ansprichst. Wir hatten zwei Jahre lang eine Fernbeziehung mit Kind und ich brauchte am Abend oft einfach ca. 10-15 Minuten, in denen ich das größte Chaos beseitigt habe, etc. In dieser Zeit durfte unser Zweijähriger dann ausgewählte Geschichten oder Lieder aus der „Sendung mit der Maus“-Mediathek sehen. Damit kommen wir bis heute gut klar. Irgendwann ist er umgestiegen auf die Sachfilme, die wirklich sehr bereichernd sind und unseren Miniforscher hier glücklich machen. Bis heute gibt es nur abends ca. 15-max. 20 Minuten diese Spots. Mir ist es wichtig, dass wir bei neuen Filmen immer dabei sind und er sie nicht allein konsumiert. Wenn er dann mit einem Inhalt vertraut ist, schaut er sich auch allein einen Film an. Und sonntags gibt es als Highlight die neue Maus schon zur Mittagszeit, daneben hat er eine kleine Spardose mit Münzen für die DVD-Ausleihe der Bücherei, die wir so alle paar Wochen im Winter nutzen. Ich bin gespannt, was du dann beim zweiten Kind berichtest. Unsere Kleine ist natürlich schon früher in Kontakt mit dem Thema gekommen, aber zeigt bisher max. zwei Minuten Begeisterung für die „Mau“, danach wendet sie sich von allein ihrem Spiel zu und bleibt nicht sitzen. Damit können wir alle gut leben. LG Linnea

    Gefällt mir

  7. Ich bin allein erziehend; meine Tochter wird bald 9 Jahre alt. Seit sie 4 1/2 ist, darf sie sich pro Woche einen DVD-Film in der Kinderabteilung der Stadtbücherei ausleihen. Hörspiele interessieren sie seit ca. einem Jahr gar nicht mehr. Vorher mochte sie Bibi Blocksberg und die CDs von Wieso Weshalb Warum, die wie ich (als Sozialpädagogin und Mutter) finde, vorbildlich aufbereitet sind.
    Was ich liebe sind die Rolf Zuckowski-Kassetten aus meiner Kindheit: Die Vogelhochzeit und die Jahresuhr liebe ich nach all den Jahren immer noch und immer mehr.
    Ich bin zufrieden mit unserem Medienkonsum, so wie er ist. Ich stamme selbst aus einer bildungsfernen Herkunftsfamilie, ich hatte mit 9 Jahren einen eigenen Fernseher im Zimmer, mit 10 einen Videokrekorder und durfte, weil ich in der Schule immer gut war, was und so viel schauen, wie ich wollte. Ich habe einiges gesehen, was ein Kind nicht hätte sehen sollen (Stephen Kings „ES“) und viele Hirnzellen sind wahrscheinlich beim endlosen Glotzen dämlicher Talkshows und Soaps gestorben.
    Als ich mit 20 ausgezogen bin, wollte ich mein kleines Bafög nicht für Kabel und GEZ vegeuden. Ich ließ den Fernseher zu Hause und vermisste nichts. Seit 2 Jahren besitze ich wieder einen. Vorher haben wir DVDs am Laptop gesehen. Selbst sehe ich auch nur maximal 1mal pro Woche fern….oft fällt es mir gar nicht ein. Ich schätze, ich habe mich früh satt geglotzt.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s