Selbstversorgergedanken – es geht voran

Wunderbares Wetter hatten wir in den letzten Tagen, gestern sogar 24 Grad. Wir waren die meiste Zeit im Garten und haben gespielt, gelesen oder waren ein bisschen fleißig. Gestern konnten wir auf der Streuobstwiese endlich die restliche Saatgutmischung  ausbringen (darüber berichte ich die Tage noch einmal gesondert). Ca. 400qm der Wiese werden dieses Jahr für Kartoffelanbau genutzt. Dazu haben wir (naja, eher der Schwiegerpapa und ein Bekannter – das Herbstmädchen und ich haben nur zugesehen und schlaue Ratschläge erteilt) gestern großzügig Kompost auf der absolut abgemagerten Fläche verteilt. Ich bin wirklich sehr gespannt ob und wie das klappt.

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In den nächsten Tagen kommt das Miscanthus vor dem Haus weg und es entsteht eine weitere Anbaufläche – die zwar erst 2017 genutzt werden kann – und mein Hühnerausflauf/Gewächshausareal. Dazu wünsche ich mir noch viele Obststräucher und mindestens drei weitere Obstbäume.

Gerade an Obststräuchern können wir nicht genügend haben. Aktuell sind es beispielsweise 7 Heidelbeersträucher und ich fürchte in die Tiefkühltruhe schafft es auch dieses Jahr keine einzige. Und das, wo wir im Winter wirklich Bedarf hätten. Also müssen wir zwangsläufig aufstocken. Ebenso bei Himbeeren. Johannisbeeren und Stachelbeeren reichen soweit, zumindest so, dass wir im Sommer kaum Obst zukaufen. Das hat im letzten Jahr schon ziemlich gut geklappt.

Einiges an Gemüse ist schon in den Beeten und wächst dank der herrlichen Temperaturen auch schon fleißig. Alles was aber empfindlich ist, kommt erst Mitte Mai raus. Die Eisheiligen können hier in Niederbayern nochmal ziemlich gemein werden.

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Die Tage konnten wir aus dem Garten schon einiges an Bärlauch ernten und haben direkt eine köstliche Suppe daraus gezaubert. Das Herbstmädchen hat gleich drei Teller verputzt.  Auch Wildkräuter stehen gerade hoch im Kurs. Frische Brennnessel und Giersch – im Salat oder Smoothie schmecken toll und sind so gesund. Gerade jetzt im Frühjahr braucht der Körper solche Leckereien sichtlich. Die Kräuterspirale wird in den nächsten Tagen bepflanzt, dazu muss ich erst noch eine Demeter-Gärtnerei hier in der Nähe aufsuchen und mich ordentlich mit Kräuter eindecken.

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Ich merke gerade dass ich viel mehr machen möchte als ich aktuell kann. Da muss ich an mir arbeiten, es läuft uns nichts davon und auch in den nächsten Jahren können wir noch viel schaffen und vor allem viel dazulernen. Das ist ein langer Prozess und bis wir uns auch nur annähernd selbst versorgen können, wird es noch Jahre dauern.

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8 Kommentare zu “Selbstversorgergedanken – es geht voran

  1. Wow dass klingt alles so toll! Ich strebe irgendwann auch die Selbstversorgung an, derzeit ist es leider nicht möglich, außer ein bisschen Obst, Kräuter und Gemüse wächst nichts, so dass es wohl noch ein Traum bleibt. Bis dahin, sehe ich mir sehnsüchtig deine Bilder an :)

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  2. So toll, dass ihr die Möglichkeit und den Platz habt euch so einen Traum zu erfüllen. Ich mag ja unseren Garten auch sehr, weil er sxhon so schön zugewachsen ist und sehr große Bäume hat, nur leider hat unsere liebe Vorbesitzerin, die hier alles angepflanzt hat, vorher stand nur ein Baum, fast keine Obstbäume gepflanzt. was ich wirklich schade finde…. Denn man hätte so den Platz total gut nutzen können. Evtl werden wir mal ein, zwei Bäume weg machen lassen und dafür Obstbäume setzen. Mal abwarten…. Und Felsenbirne ist sooooo lecker!!!!

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  3. Liebe Sabrina,
    Schon lange verfolge ich neugierig Deinen schönen Blog. Wir sind auf einem ganz ähnlichen Weg :-) vor 5 Jahren haben wir die ersten 5 Obstbäume und Sträucher angepflanzt. Ich habe unsere niedrig Stämmer erst herzhaft beschnitten. Sie schlagen gut aus. Mein nächstes Projekt ist die Hühnerhaltung. Habt ihr schon welche?

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    • Nein, noch nicht. In diesem Jahr wird alles vorbereitet. Hühnerstall, Zaun etc. und im Frühjahr 2017 dürfen dann 10 Hennen plus Hahn bei uns einziehen. So der Plan. Es wird vermutlich eine alte vom aussterben bedrohte Rasse wie die Sundheimer oder Sulmtaler… Mal sehen was wir hier vor Ort bekommen.

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  4. Liebe Subs,
    ich lese schon länger bei dir mit und lasse mich immer wieder inspirieren. Danke dafür!!!
    Nun aber eine konkrete Frage: Wie gut wachsen bei euch denn die Heidelbeersträucher? Bei uns in Oberbayern ist das – und zwar nicht nur in unserem Garten – eine recht klägliche Angelegenheit. Heidelbeeren brauchen wohl recht sauren Boden, in konventionellen Gartenbüchern wird dafür Torf empfohlen. In den Biogartenbüchern und auch in meinem Bekanntenkreis wird daher von Heidelbeeren in unseren Gegenden ganz abgeraten, da sie eh kaum tragen…..
    Mich würden deine Erfahrungen hier sehr interessieren. Vielleicht hast du ja auch einen Tipp oder eine Alternative zu Torf?
    LG, Johanna

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    • Ja, das ist wohl wahr. Wir haben bei den meisten tatsächlich noch Torf-Erde. Die stehen nun auch schon länger und auch ich habe erst mit der Zeit dazugelernt.
      Aber es gibt tatsächlich Möglichkeiten OHNE Torf. Google mal „Fricker-Sytstem“ oder „Moorbeet-Heidelbeeren“

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  5. JA das Thema mit der Gedult, ist bei uns gerade auch hoch aktuell. Sind erst im Dezember in unser Haus eingezogen und ich will immer viel zu viel auf einmal ;-). Aber schön siehts bei euch schon aus!
    LG Kerstin

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