Große Schwester

Das Herbstmädchen ist jetzt große Schwester. Gar nicht so einfach, diese neue Verantwortung. Aber unser Mädchen macht es prima. Sie ist ganz stolz auf ihren kleinen Bruder, singt ihm vor, und streichelt ihn. Wenn er weint, holt sie mich und sagt „Mama, der Maikäfer mag den Busen“.

Ich glaube sie ist gut angekommen in ihrer neuen Rolle. Die ersten beiden Tage war es etwas schwierig, aber mittlerweile klappt es ziemlich gut. Auch, weil der Papa gerade sehr viel Zeit für sie hat und quasi jeden Quatsch mitmacht.

Manchmal möchte sie jetzt auch ein Baby sein. Sei es eine Windel die sie gerne anziehen möchte, oder im Tuch vorne getragen zu werden. Wir lassen dies natürlich zu. Auch wenn sie schon längst sauber ist und für vorne zu tragen eigentlich schon zu groß.

Ich versuche viel Exclusivzeit für das Herbstmädchen rauszuholen. Das ist aber gar nicht so einfach. Kürzlich habe ich einen guten Artikel entdeckt, hier findet ihr ihn. Es geht um die Enthronung des Erstgeborenen. Die erste große Lebensprüfung heißt es in dem Artikel. Und ja, so scheint es mir auch.

Wir haben viele Bücher zum Thema Geschwister und Babys gelesen – aber in Echt ist das nun doch ein Unterschied. Wir hatten beispielsweise vereinbart, dass das Herbstmädchen auch wieder „am Busen trinken“ darf wenn das Baby da ist. Nun hat sie es tatsächlich einige Male eingefordert, aber erstaunlicherweise verlernt. Auf nur drei Monate. Zum Glück „läuft“ die Milch ganz gut, sodass ich ihr ein kleine Schnappsgläschen vollmachen konnte, das sie mit sichtlichem Genuss getrunken hat.

Ach, mein Mädchen, du bist schon so groß!!!

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6 Kommentare zu “Große Schwester

  1. Liebe Sabrina und Familie, zuerst einmal ich finde deinen Blog ganz toll. Super, dass du soooo viel Zeit neben all den Familiendingen findest, stets etwas Gutes zu schreiben! DANKE!! Meine beiden Mädchen sind inzwischen groß und aus dem Haus. Als damals nach fast drei Jahren die kleine Schwester geboren wurde, gab es auch hier eine spannende Zeit. Ich habe versucht, so viele kleine Aufgaben wie möglich zu verteilen. Besonders beliebt war es von der großen, die kleine Schwester nach dem Baden oder beim Wickeln zu pflegen. Ich glaube wohl nur wenige andere Babies haben so liebevoll die kleinen Beine eingecremt bekommen wie unseres; auch mit dem nassen Waschlappen die Füße zu rubbeln oder ganz vorsichtig mit der weichen Bürste die Haare zu kämmen – das war echt toll für die große Schwester. Ich bin gespannt wie es bei euch weiter gehen wird. Der Garten ist ja riesig und die Ideen dazu superst! Euch alles Gute und viele Grüße Susanne

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  2. Dein letzter Satz, wie wahr er doch ist. Und wie hübsch ihre Frisur ist – absolut süß!
    Liebe Grüße
    Sabine
    P.S. Ich habe grad noch was bei Dir im Flohmarkt reingestellt, vielleicht kann jemand was gebrauchen davon.

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  3. Auch mein Großer wollte damals nocheinmal an der Brust trinken, als die Kleine da war und hatte es verlent. Ich finde das ganz erstaunlich, dass diese kleinen Kinder das so schnell verlernen. Komisch, nicht?
    Alles Gute!
    Kathrin

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  4. Hallo,

    schön, dass eure Große sich so gut in ihre neue Rolle einfindet. Es gibt kaum was Schöneres. Super ist es sicher, dass der Papa so viel Zeit für sie hat.
    Und ich wünsche euch viel, viel Geduld bei dieser „ich-will-auch-Baby-sein-Phase,“ die nach einer gewissen Zeit extrem nervenzehrend sein kann. Als unsere Zwillinge frisch auf der Welt waren habe ich natürlich bereitwillig alles zugelassen, was Minilama ausprobieren wolle, damit unser großes Kind sich nicht so ausgeschlossen fühlt. Aber nach einer gewissen Zeit als die Normalität wieder eingekehrt ist, dachte ich, das die Phase überwunden sei.
    Manches hat sich aber auch nach fast einem Jahr nicht ausgeschlichen, wie die Vorliebe dafür, fremde Fläschchen oder Spielsachen in den Mund zu nehmen.Hinzu kommt das Postulat, noch ein Baby zu sein und angezogen werden zu müssen, gerne dann wenn ein Termin ansteht und beide Babies weinen. Da braucht es Nerven wie Drahtseile.
    Vielleicht ist es ja bei euch mit einer kurzen Phase getan!

    Liebe Grüße,
    Lamasus

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