Minimalismus?!

Es gibt sie – eine Minimalismus-Bewegung. Mit wenig auszukommen und dabei glücklich zu sein. Gerade deshalb wahrscheinlich. Zuviel von allem kann erdrücken.Ich gebe zu, ganz dem Minimalismus verschreiben kann ich mich nicht. Dazu liebe ich meinen Dekokrimskrams zu sehr. Aber in vielen anderen Bereichen bin ich seit der Schwangerschaft radikal dabei.

Im Badezimmer gibt es nicht mehr vieles, nur noch ausgesuchte Öle, Zahnhygiene und Seife am Stück. All die kleine Probetütchen sind aufgebraucht und werden nicht nachgekauft. Sowas erhalten wir höchstens mal im Tausch oder geschenkt, dann werden sie aber gerne verwendet oder weitergegeben.

Gerade bin ich auch dabei Baby und Kinderklamotten auszumisten. Vieles was dem Maikäferchen oder dem Herbstmädchen nicht mehr passt, kam in eine große Kiste. Daraus habe ich Päckchen gepackt, für meine Schwangeren Freundinnen. Oder die, die ein Mädchen haben. So tolle Strickkleider die das Maikäferchen vermutlich nicht anziehen wird (auch wenn ich von diesem ganzen „Gender“zeugs nicht halte, er darf natürlich ein Kleid anziehen wenn er möchte). Trotzdem. Wir sind von so vielen lieben Freunden und auch der Internetwelt mit tollsten Sachen beschenkt worden. Diese Dinge sollen im Fluss bleiben, nicht hier in der Holzhütte verstauben und schlimmstenfalls noch Kleidermotten zum Opfer fallen. Nein, wir geben diese Herzensdinge weiter. An Freunde die das ebenfalls zu schätzen wissen. Davon haben wir glücklicherweise reichlich. Und hoffentlich geben auch diese Freunde die Sachen danach wieder weiter.

Auch Spielsachen und Kinderbücher miste ich regelmäßig aus und lagere zwischen um immer wieder durchzutauschen. Alles was nie bespielt wird oder uns nicht zusagt wird direkt weitergegeben. Trotz dieser „Taktik“ stapelt sich hier das Spielzeug und ich merke oft, das Herbstmädchen spielt ja doch nur mit den gleichen Dingen. Dazu habe ich aber noch einen separaten Blogeintrag geplant. Fakt ist: Weniger Angebot – mehr Spielraum und Fantasie.

Auch im Kühlschrank/Vorratschrank bin ich am aussortieren und aufbrauchen. Letztes Jahr habe ich Unmengen an Tomatensoße eingekocht, die konnte ich leider in der Schwangerschaft nicht essen. Mir ekelte es so davor. Komisch, oder? Aber jetzt, geht das wieder und ich bin sooo froh um diese leckeren Soßen, passierte Tomaten und eingekochte Rote Bete. Das brauchen wir jetzt nach und nach auf, damit die neue Ernte wieder Platz hat. Gestern habe ich stundenlang Nüsse geknackt, die noch vom Herbst im Eimer warteten. Bald schon gibt es neue Nüsse. Die Hälfte davon ist allerdings eh gleich in unseren Bäuchen gelandet. Der Kühlschrank ist heute leer – (weil der Einkauft noch ansteht, bzw. unsere Gemüsekiste erst noch geliefert wird) und wir einfach alles aufgegessen haben. Nichts blieb über und nichts musste in den Abfall. Diesen Zustand habe ich gleich ausgenutzt und mal wieder ordentlich sauber gemacht – wie wichtig das ist, darüber habe ich bereits hier gebloggt. Und wie wichtig gute Planung ist -um Geld zu sparen und damit auch tatsächlich nichts im Müll landet, könnt ihr hier nachlesen.

Selbst im Garten und auf der Terrasse möchte ich nicht mehr so vieles rumstehen haben, das mich erdrückt, über das man stolpert etc. Nur noch schönes soll uns umgeben. Alles andere. Kommt weg.

Fazit: Es befreit und tut unheimlich gut Staubfänger, Altlasten und alles was „zuviel“ ist, loszuwerden. Damit meine ich aber nicht wegschmeißen, was wohl am einfachsten wäre. Nein, aufbrauchen, verkaufen, verschenken, vertauschen. 

IMG_2007

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4 Kommentare zu “Minimalismus?!

  1. Hört sich nachahmenswert an, ein guter Impuls! Das Buch auf Deinem Foto gibt eine weitere gute Idee, was man aus seinem Dasein entrümpeln könnte. Zucker. Kannst Du das Buch empfehlen?

    Viel Erfolg weiterhin beim Minimalisieren!

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  2. Hallo :)

    Ein wirklich schöner Beitrag! 100% minimalistisch könnte ich auch nicht leben. Aber ich habe bereits kleinere Erfolge erzielt. Ich hatte zum Beispiel unzählige Duschgels daheim rumstehen und habe im letzten Jahr eins nach dem anderen aufgebraucht. Dann habe ich sogar noch ein geschenktes von Weleda in der hintersten Ecke entdeckt und mich wie ein Schneekönig darüber gefreut :)

    Das Buch habe ich auch (geliehen) und bin begeistert! Anfang des Jahres habe ich den Zucker komplett weggelassen und innerhalb kürzester Zeit 5 Kilo abgenommen. Wenn ich jetzt Zucker konsumiere, dann bewusst :)

    Übrigens: Der Text in deiner Sidebar ist nicht mehr aktuell ;)

    Liebe Grüße
    Jacy

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  3. Minimalistisch könnte ich nicht leben. Meine Büchersammlung ist alles andere als minimalistisch.
    Generell trenne ich mich aber immer mehr von Dingen, verschenke, spende oder verkaufe und überlege mir zweimal was ich kaufe. Außerdem brauche ich nun nach und nach das Duschgel auf und steige auf Seifenstücke um. Die nehmen auch weniger Platz weg.
    Liebe Grüße,
    Nicole

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  4. Hallöchen,

    wirklich schön, jemanden zu finde, der die Dinge weitergibt und nicht einfach wegschmeißt. Das und das aufbrauchen von dem was man zu viel hat, praktiziere auch ich :). Bei uns lagert auch immer einiges im Keller und wartet darauf aufgebraucht oder weitergegeben zu werden. Langsam wird es weniger und ich freue mich schon darauf, wenn der Keller endlich leer ist.

    Liebe Grüße,
    Sarah

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