Mamakräfte

Das Leben als Mama ist nicht nur Ponyhof und Glücksgefühle. Es ist vor allem auch anstrengend. Sehr. Wenig und schlechten Schlaf, unrasierte Beine, quasi keine „Allein-Zeit“, viel Dreckwäsche und körperliche Beschwerden.

Heute morgen bin ich nach einer furchtbaren Nacht (zwei unruhige Kinder die halbstündlich aufgeweint haben – Vollmond…) aufgewacht und schon gemerkt, hui, Kopfschmerzen. Normalerweise verschwinden diese „Aufstehkopfschmerzen“ beim duschen. Heute nicht. Ich habe wirklich alles versucht, Heiße Sieben, Einreiben mit Magnesiumöl, 2 x 20 Minuten Schlafen (länger hat mich das Maikäferchen nicht gelassen) und schlussendlich sogar eine Kopfschmerztablette. Nichts halt geholfen und ich stand den ganzen Tag neben mir und war wirklich ziemlich am Ende meiner Kräfte. Das Maikäferchen möchte viel bespaßt und noch mehr getragen werden. Die Tiere raus und mit frischen Wasser und Futter versorgt werden. Haushalt – blieb heute völlig liegen.

Zum Glück hatte ich heute zufällig einen Termin bei meiner Heilpraktikerin, die mich getapt und genadelt hat. Und tatsächlich, schon zwei Stunden später ging es mir viel viel besser.

Ich finde es schon ziemlich erstaunlich mit solch einem Brummschädel zwei Kinder den ganzen Tag so zu bespaßen dass alle glücklich sind. Wir haben viel Zeit im Bett vergammelt, gelesen und haben uns ein Eis gegönnt.

Seit 20 Uhr schlafen beide und ich habe alles liegengebliebene erledigt, Geschirr, Wäsche, Tiere. Schnelldurchgang. Jetzt bin ich durchgeschwitzt und tippe hier noch ein bisschen um mich zu entspannen.

Ja, wir Mamas entwickeln so manches Mal schon erstaunliche Kräfte wenn es darum geht unseren Lieben gerecht zu werden. Was ich heute mal wieder gemerkt habe – ich darf mich selber nicht vergessen. Das ist so leicht gesagt und so schwer umzusetzen. Das war es mit einem Kind schon, aber jetzt mit zweien. Wovon einer doch schon sehr viel Aufmerksamkeit fordert doppelt schwer. Umso mehr muss ich versuchen ein paar Minuten für mich zu erhaschen. Mein Körper wird es mir danken.

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6 Kommentare zu “Mamakräfte

  1. Das Bild mit dem springenden Herbstmädchen und dem bewundernden Maikäferchen ist jawohl der Hammer! :-D

    Ja, ich muss dir – auch schon mit einem Kind – zustimmen. Was ich an einem Tag alles schaffe, obwohl ich morgens noch dachte, ich überleb vor lauter Schlafmangel noch nicht mal die nächste Stunde.. Da sind geheime Superkräfte am Werk ;-) Aber Mama sein ist gleichzeitig ja auch so erfüllend und schön!

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  2. oh ja, mamasein ist manchmal einfach nur eines: ein verdammt harter job. in solchen momenten auch nicht erfüllend oder schön. sondern anstrengend und nervig und die eigene grenzen sprengend. aber zum Glück gibt es ja auch noch die anderen Momente.
    bedürfnisorientierte Erziehung sollte meines Erachtens das eigenen wohl, also das elternwohl immer auch im blick haben. ich bin manchmal höchst erstaunt, was Eltern scheinbar im Dienste des Kindes alles leisten: elternbett, tragen und stillen bis weit über zwei Jahre hinaus, komplettes zurückstellen eigener Interessen und Aktivitäten. und frage mich dann, woher sie die Energie nehmen, die Akkus wieder aufzuladen, wenn die alle sind? jede mag das handhaben, wie er möchte – ich will das nicht werten, ich frage mich nur, wie gut man auf dauer schläft, wenn ständig eines oder mehrere kinder immer mit im Bett sind? oder wie angenehm es für den rücken und nacken und das ganze eigene körpergefühlt ist, wenn man permanent 10 kg bei 30 grad im schatten rumgeschleppt? das sind sehr hohe Ansprüche, von denen ich mich, aus eigener Erfahrung heraus frage, wie man die auf dauer halten kann? und wenn ich meine Kräfte dermaßen ausreize, wo sind sie dann in Situationen, die zusätzlich fordernd sind: kind/partner/man selber ist krank, man hat einen schlechten tag, das kind hat einen bock, es sind kitaferien,….?
    elternsein ist eine wahnsinnige Leistung mit unglaublich viel Verantwortung, und genau deswegen sollte man ganz klar seinen eignen grenzen setzen und eigenen Bedürfnisse erfüllen. du schriebst neulich als Beispiel für euer Verständnis von bedürfnisorientierter Erziehung, dass ihr eine Hochzeit, auf die sich drei Familienmitglieder sehr gefreut haben, abgesagt habt, weil der kleine so unruhig war. das ist einerseits konsequent. andererseits wurden hier die Bedürfnisse von drei Personen nicht erfüllt zugunsten von einer. Auch wieder gilt: ich möchte das keineswegs beurteilen,die genauen umstände kenne ich ja gar nicht. ich möchte nur mal dazu anregen, dass diese party, auf die Dreiviertel der Familie lust hatte, ja möglicherweise auch ein großer energielieferant für eben diese drei hätte sein können. und damit auch ganz viele Bedürfnisse gedeckt hätte. nun ja, ich wünsche dir, bzw. euch ganz viel kraft und dem kleinen mann ein wenig mehr innere ruhe!

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    • Ja, manchmal auch anstrengend und nervig! Für mich aber auch in diesen Momenten erfüllend und schön! Denn ich rufe mir dann bewusst all die kleinen liebevollen Momente und Details meiner Tochter ins Gedächtnis. Wenn sie schreit wie am Spieß und sich nicht beruhigen lässt, weiß ich zum einen, dass sie vermutlich gerade mit irgendwas zu kämpfen hat und zum anderen weiß ich, dass wir danach wieder zusammen lachen werden. Oder wenn sie nachts Stunde um Stunde wach ist, die Beine in die Luft wirft und sich des Lebens freut. Klar, ich bin dann genervt, weil ich gerne schlafen möchte. Aber mir dann zu sagen „Es ist wie es ist!“ und mein glückliches (nur im Tag/Nacht-Rhythmus grad leicht verwirrtes) Kind zu beobachten, finde ich schön! Auch das gehört für mich zu einem erfüllenden Muttersein dazu. Aber wie du selbst schreibst, jede mag und darf das anders sehen!

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    • Naja, vermutlich wäre der „Energielieferant“ Party durch nächtelanges Gebrüll im Endeffekt ein Energieräuber gewesen. Von der Seite aus gesehen, war es instinktiv die beste Entscheidung.

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  3. ja…der Alltag einer Mama ! Leider wird er von der Öffentlichkeit selten honoriert. Jeden Tag 30 Min für sich ist ganz arg wichtig! Also-ruhig mal „egoistisch“ sein; das Umfeld wird´s einem danken:))

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  4. Hallo,
    die Natur hat es zum Glück so eingerichtet,dass wir Mütter dies schaffen.Meine Bewunderung gilt allen Müttern mit Kindern -meine jüngste Tochter hat gerade ihr 5. Kind bekommen-. Trotzdem denkt auch an euch selbst,denn die „Batterie“hält nicht ewig.Mein Mann hat schon vor 40 Jahren abends die Kinder versorgt und ich konnte immer 1 Stunde abschalten…lesen,dösen usw…
    Liebe Grüße R.

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