Ökologisch leben – die Anfänge

Wie sind wir eigentlich zu unserem „Lebensstil“ gekommen? Diese Frage habe ich kürzlich gehört und fand sie so interessant, dass ich sie gerne aufgreifen möchte. Meine Familie lebte schon immer sehr naturverbunden. Ich wuchs am Lande auf, mit vielen Tieren und viel Grün um uns herum. Die Großeltern hatten in meinen Kinderjahren noch einen kleinen Bauernhof und mein Traum war immer, diesen später fortzuführen. Im Teenageralter schon war ich lieber mit meinen Hunden unterwegs statt auf Partys zu gehen. Das kam dann erst etwas später und von 18-24 in etwa sind meine „schwarzen Ökojahre“ ;) Danach zog ich wieder aufs Land und stellte nach und nach um. Ich war noch immer viel mit meinen Hunden unterwegs und schon alleine deshalb sehr naturverbunden und die meiste Zeit in der Natur unterwegs.

Ich lernte den Liebsten kennen und wir waren oft Wandern, mit dem Zelt unterwegs und ich habe angefangen mich mehr für Nahrung und gesundes Leben zu interessieren.

Und wie es oft so ist, man kommt von einem zum anderen. Angefangen habe ich kein Fleisch mehr zu essen und vorrangig Bio-Lebensmittel zu kaufen. Das natürlich alles nicht von jetzt auf gleich, sondern nach und nach. Immer mehr. Ich probierte neue Rezepte aus und begeisterte mich auch für die vegane Lebensweise. Dadurch lernte ich viele neue Lebensmittel kennen und wurde experimentierfreudig. Als nächsten habe ich dann alle Hygieneprodukte ausgetauscht, habe davon erfahren welch schädliche Substanzen in einem gewöhnlichem Shampoo enthalten sind und war schockiert. Darüber bin ich wohl zufällig gestolpert und habe mich dazu mehr und mehr eingelesen. Dieses Buch kann ich dazu wirklich empfehlen.

Danach haben wir Pläne geschmiedet: Unsere Holzhütte geplant. Erst aus optischen Gründen sollte es ein Holzhaus sein. Aber je mehr wir uns damit beschäftigt haben, desto mehr war vor allem mir klar, es MUSS ein Holzhaus sein. Aus ökologischen und gesundheitlichen Gründen. Und wenn ein eigenes Haus, dann auch einen kleinen Gemüsegarten. So war der Plan. Nun wohnen wir vier Jahre hier und haben einen eigenen Gemüseacker und bauen unsere Selbstversorgung immer weiter aus. Ihr seht – es wächst.

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Als ich das erste Mal schwanger war, habe ich mich natürlich mit noch viel mehr Themen in diesem Bereich befasst. Schadstoffe in Kinderkleidung, Stoffwindeln, Stillen und noch viel mehr. Mir wurde klar, je natürlicher – desto besser.

Was mir in vielen Bereichen die Augen öffnete waren die Filme von denen ich immer wieder berichte. Allen voran Plastic Planet, Taste the Waste, aber auch Filme wie Food Inc., 10 Milliarden, Tomorrow etc. Ich lese viel zu nachhaltigem Leben, Plastikfrei, natürliches Leben. Auf F*acebook gibt es dazu diverse Gruppen und nunja, wie schon beschrieben man kommt von einem Thema zum anderen.

Ich könnte euch noch Romane darüber schreiben, aber ich denke meinen Grundgedanken habt ihr verstanden. Man kann nicht von heute auf morgen alles umstellen und ökologisch Leben. Oft hängen ja noch andere Familienmitglieder dran, die auch noch überzeugt werden möchten. Schritt für Schritt.

Soviel kann ich sagen: Mein Leben ist so viel reicher geworden, seitdem wir „ökologisch“ Leben. Ich gehe mit offeneren Augen durchs Leben, bin hilfsbereiter geworden und erfreue mich wirklich an so vielen Kleinigkeiten.

Es ist gar nicht schwer so ein Leben zu führen. Steht hinter eurer Überzeugung und teilt sie mit denen die dafür ein offenes Ohr haben.

Vielleicht wollt ihr auch nochmal nachlesen wie wir uns Bio leisten können? Hier und hier.

Wie nachhaltig leben wir? Lest hier.

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6 Kommentare zu “Ökologisch leben – die Anfänge

  1. Ja, ich arbeite auch daran. Bin allerdings deshalb hier in der Kleinstadt leider irgendwie ausgegrenzt — kannte ja vorher auch niemand und die anderen „Mamas“ in irgendwelchen Kursen und so finden das alle seltsam.
    Ich hoffe drauf, dass ich ein paar Gleichgesinnte kennenlernen kann, wenn das Kind im KiGa ist (wird übrigens wahrscheinlich doch nicht Waldorf!) – vielleicht begegnet man da ja mal netten Eltern. Und vor allem: Wenn ich abends auch mal weg darf… Vielleicht werde ich ja mal irgendwo eingeladen und lerne mal andere Gesichter kennen oder ich kann mal zu einem (alternativen) Konzert oder so. Hach, das wäre ein Traum. Ihr kommt ja auch kaum unter Leute, oder?

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