Urlaubsimpressionen

Ein paar Tage sind wir dem Alltag entflohen. Haben uns ganz auf uns und unsere wunderbaren Kinder konzentriert. Es war anstrengend, schweißtreibend, lecker, atemberaubend und sogar ein bisschen erholsam. Wir haben gebadet, zwei Burgen besichtigt, sind Gondel gefahren und haben gut gegessen. Allerdings war schon zu erwarten, dass es mit dem Maikäferchen eher schwierig wird. Er saugt jegliche Reize in sich ein und kann sie nur sehr schwer verarbeiten. Ein Hoch auf das Tragetuch, das dort quasi im Dauereinsatz war. Auch das Herbstmädchen wurde bei den Wanderungen getragen und das hat ihr sichtlich gefallen. Mein Handy habe ich diese Tage zuhause gelassen, das war eine sehr gute Entscheidung. IMG_3474IMG_3476IMG_3496IMG_3503IMG_3485IMG_3547

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Gastbeitrag: *Wildnisfamilie*

Vor einigen Wochen war ich auf dem Flohmarkt und habe dort eine sehr sympathische Familie getroffen. „Eine Regenbogenpatchworkgroßfamilie mit sieben Kindern“ klingt das nicht toll? Wir haben uns kurz unterhalten, ich war -ich bin-  begeistert von ihrem Leben und der natürlichen bodenständigen Art die sie Leben und vermitteln. Deshalb habe ich Kontakt aufgenommen, denn ich wollte meine Lesern hier gerne mal „rüberschicken“ auf den Blog der Wildnisfamilie.

Themen wie Konsumverweigerung, naturnahes, nachhaltiges Leben, natürliche Geburt, Großfamilie sind durchaus Themen die mich und vielleicht auch euch als meine Leser ansprechen. Somit passt das ja wie Deckel auf Topf! Aber genug von mir, ich lasse jetzt Line von der Wildnisfamilie zu Wort:

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Wir sind eine reisende Familie, die als solche mehr oder weniger immer unterwegs ist. Dafür nutzen wir einen Lkw, der als Wohnmobil ausgebaut ist.

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Dort hat jeder aus der Familie sein Bett und ein Schränkchen, in das sämtliche Dinge des Alltags wie: Klamotten, Schuhe, Bücher usw. hineinpassen (sollten). Für die ganz großen Sammler unter uns (zu denen auch ich zähle) haben wir in den Staufächern zusätzlichen Platz.
Doch generell sind wir schon sehr begrenzt. Das hilft uns ein minimalistisches Leben zu führen und immer genau zu schauen, was wir wirklich benötigen.

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So tauschen wir dann ganz effektiv meistens Dinge aus. Wollen wir ein neues Buch, weicht dementsprechend ein Altes. Ebenso mit Schuhen und anderen Sachen. Wir versuchen also so wenig es geht zu konsumieren und dabei hilft uns der begrenzte Raum ungemein.

Auf unserem Dach befindet sich ein Solarpanell. Somit haben wir Strom an Board, der jedoch immer in Abhängigkeit vom Sonnenschein ist und dadurch eingeteilt werden muss. Je mehr Lichter also im Wohnmobil abends an sind, umso schneller geht der Strom (die Batterie) alle. Für die meisten Kinder ist Strom ja etwas unendliches, für unsere Kinder nicht. Es kann also durchaus vorkommen, dass nach mehreren Tagen Regenwetter es einfach dunkel bleiben muss bzw. wir auf Kerzen zurückgreifen. Was der Umgang mit den Ressourcen angeht ist auch hier das Leben im Wohnmobil ein super Lehrer.

Wir haben zwei Wassertanks an Board und damit müssen wir haushalten. Wasserverschwendung ist also nicht angebracht und wir erleben dieses Element als kostbar und gehen dementsprechend sparsam damit um.

Dabei ist das Leben im Wohnmobil für uns reinster Luxus, denn wir haben als Familie mehrere Monate in den Wäldern Nordamerikas gelebt. Und das auf eine sehr primitive Art und Weise. Dies geschah im Rahmen einer Wildnislehrerausbildung und wir erlernten sehr viele Fertigkeiten unserer Vorfahren. Feuer machen mit dem Drillbogen, Kochen ohne Topf direkt am Feuer, schlafen unter freiem Himmel und vieles mehr.

Dieses Erlebnis bzw. Abenteuer hat uns als Familie unwahrscheinlich bewegt und ich habe ein Buch darüber geschrieben: „Eine Familie zieht in die Wildnis“.

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Wir haben also den krassen Unterschied zwischen einem primitiven Leben und dem Leben in der Zivilisation erlebt.

Wir nennen uns Wildnisfamilie unter anderem wegen unserem Aufenthalt in der Wildnis, jedoch auch, weil wir in vielen Bereichen des Lebens eher am Rand entlang gehen, uns in der Wildnis der Gesellschaft aufhalten. Das bezieht sich auf unseren Umgang mit dem Thema Schule genauso wie unsere Konsumverweigernde Haltung, unsere ökologische Lebenseinstellung und der Weg der Begleitung der Kinder.

Wenn Dich das näher interessiert kannst Du uns gerne auf unserem Blog besuchen und unser Buch „Eine Familie zieht in die Wildnis“ findest Du in unserem Shop.

Kurztrip

Meine Mama musste auf Reha. Die Gelegenheit haben das Herbstmädchen und ich genutzt und sie dorthin begleitet und direkt noch zwei kurze Urlaubstage angehängt. Wir waren in Prien am Chiemsee, haben das volle Touri-Programm durchgezogen und es uns so richtig gut gehen lassen. Wir hatten wahnsinniges Glück mit unserem Hotel, denn dort gab es den welttollsten Spielplatz, wir waren richtig ausgepowert (alle drei) und selbst das bisschen Regen hat uns nix anhaben können.IMG_3727 IMG_3756 IMG_3781 IMG_3784

Zum Abschluss unserer kleinen Reise durften wir noch einen Abstecher zu einer ganz wundervollen Familie machen. Wir haben Ramona/Jademond besucht und ach, es war zauberhaft. Was für eine tolle Frau, was für bezaubernde Kinder. Habt vielen vielen Dank!

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Wir haben spontan noch kurz den Hermannsdorfer Landwerkstätten einen Besuch abgestattet, da müssen wir unbedingt noch einmal hin. Tolle Tage waren das!

Eine Zugfahrt mit Kleinkind

Wir sind wieder zurück aus Berlin. Es war toll die beste Freundin und ihre kleine Tochter endlich wieder zu sehen. So so schade, dass wir das nur soselten schaffen. Aber trotzdem hält unsere Freundschaft schon seit 15 Jahren!

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Das Herbstmädchen und ich sind mit dem Zug nach Berlin gefahren, das war eine richtig gute Entscheidung. Wahnsinnig aufgeregt waren wir vorher. Ich habe wochenlang überlegt was ich zur Beschäftigung mitnehmen könnte.

Zwei liebe Freundinnen haben uns Bücher geliehen, spannende, neue Bücher für das Herbstmädchen. Ich habe Schleich-Tiere, Stapelbecher, Memory und Wachsmalblöcke zum malen eingepackt. Dazu natürlich eine Puppe. Im ICE haben wir vom Zugpersonal auch noch tolle Spielsachen für die Fahrt bekommen. Ich habe vor der Fahrt eine Reservierung für das Kleinkinderabteil gebucht, zum Glück. Denn das war richtig toll.

Neben Spielsachen ganz wichtig, ESSEN. In rauhen Mengen. Frisches Obst, Kekse, Trockenobst, Vollkornbrot und Gurkensticks. Damit kamen wir prima zurecht. Wir konnten so gemütlich vor uns hinknabbern und waren beschäftigt.

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Auf der Heimfahrt mussten wir nicht einmal umsteigen und hatten ein komplett leeres Kleinkindabteil für uns – perfekt! Allerdings mit der Zeit auch etwas langweilig. Nach dem Mittagsschläfchen (das Dank Tragehilfe auch im Zug prima geklappt hat) sind wir also in das Bordrestaurant. Dort hat das Herbstmädchen gleich alle Herzen erobert und die letzte Stunde Fahrt verging wie im Flug.

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So kann man sich 6,5 Stunden die Zeit ganz gut vertreiben.

Eine Zugfahrt mit Kleinkind – empfehlenswert.

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Berlin

Wir sind gerade in Berlin und lassen es uns richtig gut gehen 💜
Zum Glück sind wir soweit wieder fit. Die Zugfahrt lief super, ich bin sehr stolz auf mich und mein Mädchen. Wir zwei Landeier in der großen Stadt.
Bis wir zurück sind ist es etwas still hier, habt es fein bis dahin!

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