Liebe

Ohne Worte ❤️ heute wollten es beide echt wissen. Meine Ohren klingeln und mein Kopf brummt – dennoch ist mein Herz so voll Liebe für diese zwei (manchmal nervtötenden) Wunder ❤️ img_2719

Spielen mit fast 3

Wir haben Spielzeug. Viel davon. Obwohl wir seit jeher darauf achten nur ausgewählte und wenige Dinge anzuschaffen. Das meiste gebraucht oder noch aus der eigenen Kindheit. Die wenigen gekauften Dinge alle aus Holz und von Öko-Herstellern.

Die Spielzeuge ändern sich natürlich mit dem Lauf der Zeit. Anfangs so. Dann so. Und heute, also mit fast 3 Jahren hat das Herbstmädchen folgende Dinge, mit denen sie am Liebsten spielt:

Kinderküche.

Dort kocht sie, rührt, schnippelt und macht Picknick mit ihren Puppen. Wenn sie nen „Lauf“ hat, ist sie schonmal ein Stündchen beschäftigt. Am tollsten ist das natürlich mit einer Handvoll echten Nudeln oder Linsen. Holzschneideobst liebst sie schon seit ihrem ersten Geburtstag und es ist immer wieder interessant. Ebenso, aufdecken. Tischdecke, Teller, Tassen, Blümchen. Eine Freude ihr dabei zuzusehen.IMG_1197Puppenecke.

mit Bettchen, Wäschekorb, Wäscheständer. Puppen und Bären.

Vor allem der Wäscheständer findet großen Gefallen. Mit Wäscheklammern Puppenkleider aufhängen macht anscheinend richtig Laune. Ebenso die Puppen und Bären zu wickeln und zu stillen.

IMG_1239Puzzle und Spiele

Quips, Obstgarten, Aquarium, Memory, Bilderschlange, Colorama, Fädelspiele – all das macht ihr immer wieder großen Spaß.

IMG_2083Mal/Bastelzubehör

Holzstifte, Wachsmaler, Malkaste, Schere und Kleber. Dazu Papier. Weißes und buntes und schon ist sie glücklich. Manchmal mag sie nun auch schon Bilder ausmalen. Da darf sie sich am PC ein Motiv aussuchen und freut sich immer sehr.

Ostheimer und Schleich

damit baut sie (meistens zusammen mit uns) große Spielelandschaften. Wald, Wiese, Wasser. Die stellt die Tiere auf, alle bekommen zu essen und zu trinken. Die Babytiere dürfen an der Mamabrust trinken und so weiter…

Diese Sachen hat das Herbstmädchen dauerhaft zur Verfügung. Was ich jetzt aufzähle, wechselt alle paar Wochen, weil wir festgestellt haben, dass es dann wieder so richtig interessant ist.

Lego Duplo und Playmobil. Damit kann sie wirklich ewig spielen. Am liebsten setzt sie alle Figuren an einen Tisch und deckt auf. Wenn sie fertig ist, wirft sie alles um und beginnt von vorne. Welche Feinmotorik sie dazu braucht um diese kleinen Tellerchen aufzudecken. Ich bewundere sie da für ihre Geduld.

Für eine weitere „Rotation“ möchten wir nun noch etwas zu ihrem Geburtstag anschaffen. Wir schwanken noch zwischen einer Brio-Bahn und Kappla Steinen. Die würden dann mit Duplo und Playmobil rotieren. Immer für ein paar Wochen, wie schon erwähnt.

Im Kinderzimmer hat sie noch ein Puppenhaus, das auch phasenweise mehr oder weniger interessant ist, und diverse Fahrzeuge. Autos, Traktoren, Bagger. Auch die liebt sie immer wieder.IMG_2081IMG_9439Insgesamt kann ich feststellen, dass sie Phasen hat. Drei Wochen ist Lego Duplo absolut uninteressant, dann wieder wird wochenlang nur damit gespielt. So ist es mit allen Sachen. Gerade befinden wir uns in einer Bücherphase und das Herbstmädchen möchte am Liebsten den ganzen Tag vorgelesen bekommen. Ich finde es beeindruckend welche Phantasie sie mit knapp drei Jahren schon hat, welche „unsichtbaren“ Dinge in ein Spiel mit einbezogen werden und was sie aus vorhandenen Sachen macht.

Was ich noch besonders betonen möchte – natürlich geben wir ihr die Möglichkeit mit Spielzeug zu spielen. Aber, am Liebsten ist sie einfach in unser Alltagsgeschehen eingebunden. Wäsche falten, Geschirrspüler ausräumen, Gemüse schneiden. Dieses Zusammen bedeutet uns alles viel.IMG_8539

Gnadenlos ehrlich

Während ich das Maikäferchen in den Schlaf schunkle (erfolglos) war es oben beim Herbstmädchen sehr still. Zu still. 🙈 als sie nämlich kam hat sie mir erzählt der Winnie Pooh ist jetzt nass und sie muss ihn aufhängen. Er wurde von ihr gewaschen. „Da hab ich den Lappen ins Klo und dann war der nass und ich hab den Winnie Pooh geputzt“

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Shit happens 

Das Herbstmädchen musste heute zum Kinderarzt (ein mysteriöser Ausschlag mit fiesen Bläschen der sich als Kontaktallergie rausstellte) Im Wartezimmer angekommen, wollte der Maikäfer an die Brust. Just in dem Moment meinte das Herbstmädchen „Mama ich muss aufs Klo. Groß“ puh… Ja… Ähm… Kannst du noch warten oder gleich? „Gleich“. Na gut, den Maikäfer am Busen tragend mit dem Herbstmädchen aufs Klo. Gibt’s da tatsächlich keinen Hocker für Kinder? Ich also nochmal raus, die Arzthelferin gebeten das Herbstmädchen auf die Schüssel zu heben. Der Maikäfer immer noch stillend. Super dachte ich mir, wie wische ich nur? Zum Glück kam nur Pipi, das haben wir dann irgendwie geschafft. Timing – perfekt also ;) 

Rein ins Behandlungszimmer. Der Maikäfer am schreien, also schnell ins Tuch bevor der Doktor kommt. Knoten zu und …. „Knatterpffffknatter“ da war die Windel randvoll. Halleluja dachte ich mir, das nächste mal bitte wieder alle daheim aufs Klo ;) 

Zuhause dann die nächste mittelschwere Katastrophe. Den Maikäfer unter seinem Mobile am Boden abgelegt, schon am meckern. Trotzdem schnell noch raus, die Katze füttern. Das Herbstmädchen mir hinterher. Ich seh noch im Augenwinkel wie sie von außen die Haustür zuzieht. Aaaaahhhhh! Keinen Schlüssel! Und das Maikäferchen am schreien. Mist Mist. Also Turbo an und barfuß im Regen zu den Schwiegereltern gelaufen, in der Hoffnung jemand ist zuhause. Das Herbstmädchen hinterher. Zweitschlüssel geholt, zurück und Maikäfer fest gedrückt und erstmal ne runde laut losgelacht mit dem rotbackigen Herbstmädchen. Puh! 

Und weil das Herbstmädchen heute so so tapfer war (sie hat leider schlimme arztpanik) haben wir ihr ihren Wunsch erfüllt und ein Pizzapicknick im Bett gemacht. Schön war das.  Was für ein chaotischer – normaler – Tag im Wahnsinnsleben mit zwei Wundern  

Zwei Kinder

sind wahrlich nicht ohne. Nicht umsonst gibt den Spruch „eins ist keins“.

Meine Tage sind so unglaublich ausgefüllt und anstrengend. So gut das Herbstmädchen die ersten Wochen als große Schwester weggesteckt hat, umso mehr „leidet“ sie jetzt. Die letzten drei Wochen war sie traurig und weinerlich, konnte ihren Schnuller nicht mehr aus dem Mund geben und wollte wieder „Baby“ sein. Seit einer Woche geht sie nun auch nicht ins Kinderhaus, möchte nur bei mir sein. Natürlich gebe ich ihr all diese Nähe, die sie braucht. Es ist schwer plötzlich große Schwester zu sein. Dennoch schlaucht es mich unglaublich, keine Minute am Tag Pause zu haben.

Unsere Tage starten gegen 5 und enden dann zwischen 20 und 21 Uhr je nachdem wann das Maikäferchen in den Schlaf findet. Die Nächte sind so, wie sie mit einem acht Wochen alten Stillbaby eben sind. Kurz und mit vielen Pausen.

Ich zehre gerade von den Minuten Abends, wenn beide Kinder schlafen, ich in der Mitte und mein Herz vor Liebe übergeht…

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Kunstwerke

Ach, das macht Spaß. Dem Herbstmädchen einfach nen Malkasten hinstellen, Blätter, Steine und Holz und schon geht’s los. Ich finds richtig richtig klasse und freu mich über die bunten Farbtupfer. 

  
  Und weil wir schon dabei waren: 

„Real Life“

Vollgekotzt vom Baby, Milchstuhlflecken im Bett, ausgelaufene Windeln und nasse Bodys. Gefühlte Überforderung um halb 8 morgens, zwei Kinder die gleichzeitig weinen und dringend Mama brauchen. Zähne putzen erst Abends und Mittag essen um 16 Uhr… Puh, klingt hart, aber ist so. Real Life mit Kleinkind und Baby.

Die letzten Tage hatten es wieder in sich.

Am Montag war die Elternzeit des Liebsten vorbei. Ich startete also alleine in den Alltag mit zwei Kindern. Bis 10 Uhr lief es einigermaßen gut und ich war ein bisschen stolz. Hatte ich doch schon das Herbstmädchen ins Kinderhaus gebracht, einen Spaziergang gemacht und Brennesseljauche angesetzt und eine Maschine Wäsche gewaschen. Bis…. ja.. bis das Telefon klingelte und die Erzieherin aus dem Kinderhaus dran war. Dem Herbstmädchen ging es nicht gut. War ziemlich warm und sehr schlapp. Das Maikäferchen schlief zu dem Zeitpunkt schon über zwei Stunden im Tuch, ich wusste also, wenn er aufwacht HUNGER und volle Windeln. Was tun? Ich hab es riskiert und bin losgefahren (das schlafende Maikäferchen in die Babyschale verfrachtet). Alles gut, bis wir wieder zurück waren und ich in die Hofeinfahrt eingebogen bin. Da erwachte er und schrie. Das bereits eingeschlafene Herbstmädchen wachte völlig verstört auf. Ich trug erst sie nach oben, dann den Hungerzwerg. Nunja, der restliche Tage verlief wie zu erwarten… schwierig. viel Weinen vom Maikäferchen und auch das Herbstmädchen war sehr weinerlich und wollte viel Mama. Zum Glück kam die Oma vorbei um mit ihr Bücher zu lesen…

Jedenfalls, danke, dachte ich mir. Wie gemein genau an diesem, „ersten“ Tag sowas. Wer will uns prüfen, dachte ich mir. Abends ging es ihr zum Glück bereits viel besser, aber da quälte sich dann das Baby bis halb 11 ganz schrecklich.

Diese Tage ist das Herbstmädchen also zuhause. Wir drei, allein. Bzw. nicht. Denn ein Hoch auf die Schwiegerfamilie, die uns gerade so sehr unterstützen. DANKE.

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Große Schwester

Das Herbstmädchen ist jetzt große Schwester. Gar nicht so einfach, diese neue Verantwortung. Aber unser Mädchen macht es prima. Sie ist ganz stolz auf ihren kleinen Bruder, singt ihm vor, und streichelt ihn. Wenn er weint, holt sie mich und sagt „Mama, der Maikäfer mag den Busen“.

Ich glaube sie ist gut angekommen in ihrer neuen Rolle. Die ersten beiden Tage war es etwas schwierig, aber mittlerweile klappt es ziemlich gut. Auch, weil der Papa gerade sehr viel Zeit für sie hat und quasi jeden Quatsch mitmacht.

Manchmal möchte sie jetzt auch ein Baby sein. Sei es eine Windel die sie gerne anziehen möchte, oder im Tuch vorne getragen zu werden. Wir lassen dies natürlich zu. Auch wenn sie schon längst sauber ist und für vorne zu tragen eigentlich schon zu groß.

Ich versuche viel Exclusivzeit für das Herbstmädchen rauszuholen. Das ist aber gar nicht so einfach. Kürzlich habe ich einen guten Artikel entdeckt, hier findet ihr ihn. Es geht um die Enthronung des Erstgeborenen. Die erste große Lebensprüfung heißt es in dem Artikel. Und ja, so scheint es mir auch.

Wir haben viele Bücher zum Thema Geschwister und Babys gelesen – aber in Echt ist das nun doch ein Unterschied. Wir hatten beispielsweise vereinbart, dass das Herbstmädchen auch wieder „am Busen trinken“ darf wenn das Baby da ist. Nun hat sie es tatsächlich einige Male eingefordert, aber erstaunlicherweise verlernt. Auf nur drei Monate. Zum Glück „läuft“ die Milch ganz gut, sodass ich ihr ein kleine Schnappsgläschen vollmachen konnte, das sie mit sichtlichem Genuss getrunken hat.

Ach, mein Mädchen, du bist schon so groß!!!

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