Sicherheit im Auto – keine dicken Winterjacken

Dicke Winterjacken im Kindersitz können eine tödliche Gefahr für eure Kinder (und auch euch Erwachsene) darstellen. Das unten angezeigte Bild ist selbsterklärend, WARUM das so gefährlich ist. Deshalb, immer Jacke aus. Lieber eine dünne (Baumwollfleece)jacke anziehen oder eine Decke/Poncho etc. drüber.

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Quelle 

Und auch der ADAC hat das gleiche Urteil gefällt. Hier das Video dazu.

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Wickelgeschichten

Das Herbstmädchen wurde fast ausschließlich mit Stoffwindeln gewickelt. So war auch der Plan für das Maikäferchen. Aber immer funktionieren Pläne nicht so wie man sich das vorstellt. Das Maikäferchen war zwischendurch so sehr anstrengend, dass ich es nicht geschafft habe zusätzlich noch die Stoffwindeln zu verwenden. Zudem war ich irgendwie unglücklich mit unseren Stoffwindel-Systemen die beim Herbstmädchen hervorragend geklappt haben. Stoffwindelfrust, vielleicht?

Irgendwann ließ ich mein schlechtes Gewissen hinter mir und nahm mir eine Stoffwindelpause. Die hat mir gut getan und seit einigen Wochen jetzt sind wir wieder mit Feuereifer dabei. Wir haben eine neue Marke für uns entdeckt und ich bin absolut zufrieden damit. Milovia (Prefold) Überhosen. Seitdem: wenig Windelwäsche und vor allem kein Auslaufen mehr! Ich bin sehr angetan.

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Sobald das Maikäferchen nackig strampeln darf ist der übrigens überglücklich. Wie vermutlich jedes Baby. Windelfrei wäre sicherlich das „artgerechteste“, aber für mich kommt es leider nicht in Frage. Aus verschiedenen Gründen.

Aber, das Maikäferchen das bei jedem Wickeln noch so lange nackig strampeln, wie er Lust hat. Dazu habe ich einen zweiten provisorischen Wickelplatz im Wohnzimmer eingerichtet. Ich wickle also da wo wir eh sind, das Herbstmädchen kann weiter spielen und das Maikäferchen ist glücklich. So unten ohne.

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Zu Tisch mit Baby

Das Maikäferchen ist jetzt 5,5 Monate alt und zeigt seit einigen Wochen schon eindeutige Beikostreifezeichen. Seit ein paar Tagen darf er nun bei uns am Tisch mitessen. Wir praktizieren „Baby Led Weaning“ wie auch schon beim Herbstmädchen damals. 

Real Food for real Babies. 

Es gibt so einige Dinge zu beachten – ich finde es immer hilfreich vorher einmal in ein Buch reingelesen zu haben in dem die Grundlegendsten Dinge stehen. Wann ist der richtige Zeitpunkt um zu beginnen (Beikostreifezeichen und echtes Interesse am Essen), mit was startet man am Besten etc.

Wir starten übrigens mit Gurken und gedünstetem Gemüse wie Brokkoli (wohl der Renner unter BLW-Kindern), Süßkartoffeln, Kürbis und was der Garten bzw. das Lager so hergibt.

Was ich verdrängt hatte, ist der unglaubliche „Saustall“ den Baby Led Weaning macht. Aber auch, wie stolz die Kinder sind es alleine zu dürfen und zu schaffen. Schon jetzt können wir das ganz klar beim Maikäferchen beobachten. Dieser Stolz wenn er es alleine schafft den Brokkoli in die Hand zu nehmen und zielsicher zum Mund zu führen.

Anfangs geht es ja nicht primär um Essen, vielmehr um testen, fühlen, schmecken. Mit allen Sinnen. Und das macht das Maikäferchen. Mit vollem Elan und absoluter Begeisterung. Wirklich schön zu beobachten.

Die Angst, er könne sich verschlucken, ist minimal. Die Erfahrung durch das Herbstmädchen macht mich da zum Glück sicherer. Und auch der Erfahrungsaustausch mit anderen „BLW“ Mamas. Zudem vertraue ich auf das Geschick meines Babies, weiß aber auch die nötigen Hilfemaßnahmen sollte er sich doch einmal verschlucken.

Eine liebe befreundete Trageberaterkollegin schreibt neuerdings genau zu diesem Thema einen Blog – ich möchte ihn euch nicht vorenthalten: https://beikostohnebrei.wordpress.com

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Sicherheit im Auto – das Gewinnspiel

Kürzlich habe ich euch ja davon berichtet WIE wichtig es ist sein Kind so lange es geht rückwärts fahren zu lassen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenige Reboarder man in „freier Wildbahn“ sieht und wie wenig dieses Thema scheinbar in der Öffentlichkeit steht. Deshalb ist mein Ziel, möglichst viele Menschen aufzuklären. Nicht zu missionieren. Denn schlussendlich ist jeder für sich und sein Kind selber verantwortlich. Trotzdem ist es schön, wenn viele unserem Beispiel folgen möchten und sich einen Reboarder kaufen.

Wir fahren nun schon einige Wochen mit dem neuen Axkid Minikid durch die Gegend und sind immer noch schwer angetan. Also hat er sich – wie erwartet – auch im Alltag bewährt.

Ich hatte euch beim letzten Blogeintrag gebeten, Fragen zu stellen. Und ich versuche heute, diese zu beantworten:

Blickkontakt zwischen Eltern und Kindern: Wir haben einen Spiegel für das Herbstmädchen montiert, so dass wir sie jederzeit sehen können. Aber auch sie kann Blickkontakt halten bzw. sie braucht das gar nicht so sehr. Oft überrascht sie mich aber wenn sie beispielsweise aufgeregt ruft „da fährt ein Baaaaggger“ und tatsächlich, der Bagger fährt – uns entgegen. Sie beobachtet das Geschehen also nicht nur hinten raus sondern auch nach vorne durch den Spiegel. Wenn das Kind etwas benötigt, Spielzeug oder  Trinken, dann reiche ich es nach hinten. Da sie „näher“ an mir sitzt, klappt das sogar viel besser als bei einem herkömmlichen Sitz.

Was tun, wenn das Kind lange Beine hat und man das Gefühl hat, es bräuchte mehr Platz: Schneidersitz oder überkreuzte Beine. Kinder machen das meistens ganz automatisch und machen es sich einfach bequem.

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Was passiert mit der Rückbank, wenn das Kind schmutzige Schuhe anhat: Ganz klar! Sie wird schmutzig. Also entweder vorher Schuhe ausziehen oder aber eine Trittschutzmatte anbringen. Und wenn wir schon dabei sind… So eine praktische Trittschutzmatte von Axkid könnt ihr gewinnen. Zur Verfügung gestellt hat sie uns unsere Reboardermama Stefanie Schötz

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Wenn ihr so eine gewinnen wollt, kommentiert bis zum 15. September 2016 / 24:00 Uhr hier unter dem Artikel. Freuen würden wir uns später über ein Foto, wenn ihr diese in Verwendung habt (mit Erlaubnis zum Veröffentlichen – gerne auch ohne Gesicht des Kindes).

Alles in allem also ist der Reboarder also eine gute Entscheidung! Euch allen also eine Gute Fahrt!

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Bedürfnis… orientiert…

Das sagt sich so einfach. Wir „erziehen“ unsere Kinder Bedürfnisorientiert.. Aber was genau soll das heißen?

Ich kann euch nur von unserem Wochenende berichten. Am Sonntag sollte es auf eine tolle Hochzeit gehen. 1,5 Stunden Fahrzeit von hier, alles geplant, Outfits bereit, das Herbstmädchen voller Vorfreude. Bereits in den frühen Morgenstunden musste das Maikäferchen aber ganz viel weinen. So viel, dass wir uns Mittag dazu entschieden haben, die Hochzeit schweren Herzens abzusagen. Denn das Bedürfnis unseres Babys war nunmal nicht lange Autofahren, viele fremde Menschen und laute Musik. Nein, eher ganz viel Mama und Ruhe. Genau das haben wir ihm dann auch gegeben.

Seitdem quält er sich aber insgesamt wieder sehr. (Was bei seiner rasanten Entwicklung aber auch kein Wunder ist. Seit Samstag dreht er sich zuverlässig auf den Bauch und übt hochkonzentriert greifen. Mit 3 Monaten.  – Mach langsamer Zwerg – )

Also heißt es in den letzten Tagen, viel viel kuscheln, wenig Reize von außen (denn das verträgt er gar nicht gut), tragen und einfach für ihn da sein.

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Berührung

Berührung. Streicheleinheiten. Massagen. So wichtig für ein Baby. (Über) lebenswichtig.

Man merkt, wie sehr sie es genießen und sich wohl und geborgen fühlen.

Mit dem Herbstmädchen war ich bei einem Babymassagekurs – das wurde von unserem Geburtshaus angeboten. Ich fand es schön, aber gar nicht so entspannend mit acht weiteren Mamas samt Babys. Dennoch eine wertvolle Erfahrung, die uns noch lange begleitet hat. Jeden Abend haben wir das Herbstmädchen vor dem Bett gehen massiert. Auch heute noch, wenn sie möchte, oder nach dem Baden.

Das ich mit dem Maikäferchen nicht zu einem Kurs fahre, war von Anfang an klar. Ich nutze aktuell lieber die Zeit die wir vormittags zu zweit alleine verbringen und widme mich da ganz ihm. Jeden Tag schaffen wir es nicht eine Massage einzubauen, aber ich versuche mir diese so wertvollen Minuten mindestens jeden zweiten Tag freizuschaufeln.

„Ein Baby-Magen ist hungrig. Kein Zweifel.

Aber die Haut des Babys ist mindestens genauso hungrig.

Seite Haut ist gierig,

sein Rücken,

seine Wirbelsäule. 

Gierig nach Berührung,

gierig nach Empfindungen. 

So gierig wie sein  Magen, der nach Milch verlangt.“ (Frédérick Leboyer – Sanfte Hände)

Deshalb mein Buchtipp

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Sicherheit im Auto – unterwegs mit dem Reboarder

Ein Thema das mir schon lange am Herzen liegt und worüber ich seit einer Ewigkeit hier schreiben will. Ein Thema, dass noch viel zu wenig bekannt ist und doch so unglaublich wichtig. Und jetzt, endlich der passende Zeitpunkt.

Es geht um Sicherheit im Auto. Das Herbstmädchen fährt seit der Geburt rückwärts. Ja, auch jetzt mit knapp drei Jahren noch. Warum?

„Zahlreiche internationale Studien der letzten fünf Jahrzehnte haben unabhängig voneinander erwiesen, dass es für Kinder unter vier Jahren 5x sicherer ist, wenn sie im Auto rückwärtsgerichtet transportiert werden. Während die Nutzung von rückwärtsgerichteten Kindersitzen in Schweden, sogenannten Reboardern, schon seit Jahrzehnten an der Tagesordnung ist, fahren in Deutschland noch heute die meisten Kinder vorwärtsgerichtet sobald Sie der Babyschale entwachsen.“ (Quelle)

Vorrangig geht es um die immense Belastung auf den kindlichen Nacken bei vorwärtsgerichteten Kindersitzen. Man muss sich ja nur mal überlegen, wieviel größer so ein Kinderkopf im Verhältnis zu einem Erwachsenen ist. Die Nackenmuskulatur von (Klein)kindern ist noch nicht ausreichend ausgeprägt. „In einem vorwärtsgerichteten Kindersitz wirken bei einem Unfall mit 50km/h je nach Kindersitz zwischen 180 und 300 kg auf den empfindlichen Nacken eines etwa 3-jährigen Kindes mit 15 kg Körpergewicht. Diese Belastungen betragen in einem rückwärtsgerichteten Kindersitz ungefähr 40 bis 50 kg. Dies liegt weit unterhalb der Grenze von 130 kg, die internationale medizinische Experten als Maximum festgelegt haben und oberhalb derer ein Genickbruch äußerst wahrscheinlich ist.“ (Quelle)

Ist das nicht absolut erschreckend? In einem Reboarder sind die Belastungswerte auf den Nacken des Kindes um ein vielfaches reduziert und das Kind ist weitaus besser vor Verletzungen geschützt. Nachdem ich das erfahren hatte, kam für uns kein anderer Kindersitz in Frage.

Seit Geburt fuhr das Herbstmädchen also im Reboarder, wir haben uns damals für den Cybex Sirona entschieden, der für uns passend schien. Nun entwächst sie diesem langsam und das Maikäferchen steht schon in den Startlöchern um nach der Babyschale in den Sirona zu wechseln. Was also mit dem Herbstmädchen machen? Laut Studien sollten die Kinder bis 4 rückwärts fahren. Das Herbstmädchen wird aber erst drei.

Wie das Schicksal es so wollte, las ich von einem Blogger-Gewinnspiel, bei dem ich mich sofort beworben hatte. Initiiert haben das Ganze Die Kindersitzprofis. Unser ausgesuchter Händler in der Nähe war die absolut sympathische Reboardermama – Inhaberin Stefanie Schötz. Das Tolle daran: Wir durften sie an einem ihrer Standorte besuchen und uns ausführlich beraten lassen. Es gibt nämlich zwei Standorte: Das Ladengeschäft (in Kemnath/Oberpfalz) in dem Stefanie nicht nur Reboarder, sondern auch noch Tragetücher/Tragehilfen, Stoffwindeln, nachhaltige Damenhygienartikel und mehr was mein Herz erfreut vertreibt und einen Zweitstandort in ihrer Heimatstadt Viechtach im Bayerischen Wald. Da dieser Standort für uns wesentlich näher war, haben wir uns entschieden dorthin zu fahren. Das Besondere: Die Reboarder stehen im Austellungsraum einer Schreinerei (die dem Vater von Stefanie gehört) und ist somit echt etwas ganz Außergewöhnliches, was der Beratungsqualität aber absolut keinen Abbruch tut. Eher im Gegenteil. Man ist nicht von tollen Tragetüchern und bunten Stoffwindeln abgelenkt ;)IMG_2577Alle gängigen Reboarder sind dort vorrätig und Stefanie hat – auf besonderen Wunsch des Herbstmädchens – alle (!) mit uns durchgetestet. Auch andere Wunschmodelle kann sie zum vereinbarten Termin mitnehmen (weniger relevante Modelle sind nicht im Viechtacher Beratungssortiment). Schon nach ein paar Sekunden probesitzen hat sie gemerkt, welche Sitze für die Statur des Herbstmädchens nicht passend sind und welche prima passen. Die zwei, in denen sie gut saß haben wir dann auch direkt in unser Auto gebaut und gleich gemerkt, einer passt gar nicht. Reboarder brauchen je nach Autotyp ein klein wenig mehr Platz als ein herkömmlicher Sitz und so macht es immer Sinn verschiedene Reboarder zu testen und das Kind Probe sitzen zu lassen.IMG_2329Wir haben uns schlussendlich für einen Axkid Minikid entschieden in dem unsere Tochter noch lange Zeit (mind. 1-2 Jahre) fahren kann. Rückwärts gerichtet ist dieser Sitz von 9-25 Kilo zulässig und sogar ohne Isofix einzubauen. Er wird einfach mit den Autogurten befestigt. Stefanie hat den Sitz höchstprofessionell in unser Auto eingebaut und uns noch geraten einen zweiten Ersatzgurt – welchen man zum Einbau benötigt – zu kaufen, damit der Wechsel in ein anderes Auto unkompliziert vor sich geht.  Was uns auch gut an diesem Sitz gefällt: die Kopfstütze passt sich automatisch der Größe des Kindes an und somit „sitzt“ es immer richtig. Die Handhabung ist nicht komplizierter als bei einem „normalen“ vorwärtsgerichteten Kindersitz. Wir haben festgestellt, dass so eine Beratung wirklich Gold wert ist, denn mit der Zeit schleichen sich vielleicht Fehler bei der Einstellung des Sitzes/der Kopfstütze/der Gurte ein. Das ist nicht nur bei Reboardern so, das sieht man leider immer wieder. Auch wir sind nicht frei von Fehlern und hatten bei unserem Vorgängerkindersitz den Stützfuß nicht korrekt eingestellt. Das Maikäferchen war in der Babyschale dabei und selbst hier hat Stefanie uns noch unterstützt und die Gurte richtig eingestellt. IMG_2131Gegenargumente wie zu wenig Beinfreiheit für das Kind oder höhere Anschaffungskosten kann ich nicht nachvollziehen. Es geht hier um die Sicherheit unserer wertvollsten Fracht – unsere Kinder. Außerdem sind die Sitze wirklich lange lange nutzbar. Den Kindern macht es übrigens in den allermeisten Fällen nichts aus, die Beine anzuwinkeln, für viele ist das sogar um einiges bequemer. Es gibt natürlich auch Kinder, die absolut nicht rückwärts fahren möchten, vor allem wenn sie bisher vielleicht vorwärts gefahren sind. Aber auch dafür gibts eine Lösung. Reboardermama (und auch andere Reboarderhändler) können Sitze zum Testen einbauen. Das heißt, man kann einige Tage testen ob das Kind das rückwärtsfahren genauso toll findet, wie unser Herbstmädchen. Hier auf der Homepage „unserer“ Reboardermama findet ihr noch einmal alle wichtigen Infos und Fakten zusammengefasst. Schaut auch gerne auf ihrer Facebookseite vorbei. Dort gibt es ganz regelmäßig neue Infos. Auch die Seite der Kindersitzprofis kann ich euch ans Herz legen.

Wir sind sehr dankbar für diesen lehrreichen und intensiven Vormittag. Eine Beratung kann ich jedem wirklich nur ans Herz legen. Der Axkid Minikid wurde uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Auch dafür noch einmal von Herzen, vielen, vielen Dank!

Ich werde das Thema in den nächsten Wochen sicherlich noch einmal aufgreifen, dann mit einer kleinen Überraschung für euch! Wenn ihr also noch Fragen dazu habt – schreibt sie mir gerne!

Zum Schluss noch mein Lieblingsfoto des Tages. Ein miesepetriges Herbstmädchen, dass nach einer Stunde Beratung und einer Stunde „ratschen“ (wie man hier in Bayern sagt) keine Lust mehr hatte. Und das Maikäferchen dass erst in meinen Armen und dann im (offenen) Kofferraum schlief. Hach, ihr süßen Kinder! IMG_2130

 

Weltstillwoche

IMG_1189Anfang August – Weltstillwoche. Schon vor zwei Jahren habe ich euch meine Erfahrungen und meine Gedanken dazu mitgeteilt.
Nun stille ich das zweite Kind. Und weil jedes Kind anders ist, ist auch diese Stillgeschichte eine völlig andere. So anders, dass ich es selbst kaum glauben kann.

Das Herbstmädchen war eine gemütliche, ausdauernde Stillerin. Beruhigen ging am Besten an der Brust und sie schlief oft – sehr oft – direkt an der Brust ein.

Der Maikäfer nicht. Noch nie. Nicht mal als er noch „ganz frisch“ war. Das hat mich anfangs irritiert, kannte ich es doch anders. Bei ihm ist es eher so, dass er sich aufregt wenn er trinken „will/muss“. Oft hat er schon so argen Hunger, aber braucht lange bis er ruhig die Brustwarze fasst und dann trinkt. Wenn er richtig doll weint, brauch ich gar nicht versuchen ihm die Brust in den Mund zu stecken. Da würgt er. Auch sonst ist er eher ein „Stress-Stiller“ habe ich den Eindruck. Erst muss er sich ärgern wenn der Milchspendereflex nicht schnell genug einsetzt und dann weil er zu stark einsetzt. Erst nach ein paar (nervenaufreibenden Minuten, mit rudernden Armen, nassgeschwitztem Kopf, nassen Klamotten auf beiden Seiten) geht es entspannt ans Stillen. Die ersten Wochen war es noch etwas entspannter.

Immer ist es zum Glück nicht so anstrengend, aber so innige Momente wie mit dem Herbstmädchen finden wir eher seltener. Ich habe es akzeptiert und bin froh ihn überhaupt stillen zu dürfen.

Warum ich das hier schreibe? Weil viele Mamas oft ein falschen Bild vom stillen haben. Ja, es ist wunderschön. Es ist innig. Man ist stolz. Aber es gibt eben auch die anderen Momente. In denen es einfach nur stressig ist.

Dennoch, möchte ich diese Erfahrung auch mit dem Maikäferchen nicht missen. Wenn er das möchte, dann stillen wir auch wieder lange. So lange bis er selber entscheidet es nicht mehr zu wollen. Wie beim Herbstmädchen. 

Er ist eben er. Mit all seinen Eigenheiten. Die ich sehr an ihm liebe.IMG_2293

Zwei Kinder

sind wahrlich nicht ohne. Nicht umsonst gibt den Spruch „eins ist keins“.

Meine Tage sind so unglaublich ausgefüllt und anstrengend. So gut das Herbstmädchen die ersten Wochen als große Schwester weggesteckt hat, umso mehr „leidet“ sie jetzt. Die letzten drei Wochen war sie traurig und weinerlich, konnte ihren Schnuller nicht mehr aus dem Mund geben und wollte wieder „Baby“ sein. Seit einer Woche geht sie nun auch nicht ins Kinderhaus, möchte nur bei mir sein. Natürlich gebe ich ihr all diese Nähe, die sie braucht. Es ist schwer plötzlich große Schwester zu sein. Dennoch schlaucht es mich unglaublich, keine Minute am Tag Pause zu haben.

Unsere Tage starten gegen 5 und enden dann zwischen 20 und 21 Uhr je nachdem wann das Maikäferchen in den Schlaf findet. Die Nächte sind so, wie sie mit einem acht Wochen alten Stillbaby eben sind. Kurz und mit vielen Pausen.

Ich zehre gerade von den Minuten Abends, wenn beide Kinder schlafen, ich in der Mitte und mein Herz vor Liebe übergeht…

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Plastikfrei mit Kind – Kompromisse

Wir versuchen ja weitgehendst auf Plastik zu verzichten. Vor allem auf Verpackungsplastik und Plastik das mit Lebensmitteln in Berührung kommt. Das klappt mal mehr, mal weniger. In der Regel aber ganz gut.

Wo ich es persönlich schwieriger finde, ist bei gewissen Spielsachen. Speziell Lego Duplo und Playmobil. Beides wird hier sehr gerne und intensiv bespielt. Und seit heute noch eine Wasserbahn von AquaPlay. Ebenso ein paar vereinzelte Sachen im Sandkasten. Ich fühle mich damit nicht so richtig wohl, sehe aber welchen Spaß das Herbstmädchen damit hat.

Wir haben dementsprechend einen Kompromiss gesucht und gefunden: Gebraucht kaufen oder im Familienfundus suchen. Bei Lego Duplo und auch Playmobil hatten wir großes Glück. Beides war noch von unserer eigenen Kindheit da und top in Schuss.

Andere Sachen hingegen findet man gebraucht oft für kleines Geld bei E*bay Kleinanzeigen oder anderen Flohmärkten (online und auch in „echt“). Sei es nun das AquaPlay oder ein Bagger für den Sandkasten. Vieles – gerade für den Sandkasten – haben wir auch zweckentfremdet. Ein alter Suppenlöffel oder Festivalbecher, damit hat das Herbstmädchen auch so ihre Freude.

Damit kann ich gut leben – auch wenn diese „Plastikmonster“ keinen schönen Anblick finde. Es macht das Kind glücklich und das ist hier die Hauptsache. Da muss der „Öko“ in mir drüber stehen.

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