Die Sache mit dem Sauerteig

Seit Jahren schon nehme ich mir vor, endlich einen Sauerteig anzusetzen und wieder all unser Brot selbst zu backen. Die Fahrten zum Bäcker häufen sich und eigentlich habe ich darauf gar keine Lust. Auch wenn es dort zum Glück Bio-Backwaren gibt.

Jedenfalls habe ich verschiedene Youtube-Tutorials geguckt, denn gelesen konnte ich mir das ganze immer so schwer vorstellen, bzw war der Überzeugung es ist waaahnsinnig kompliziert. Eigentlich nicht. Man braucht lediglich Zeit. Viel davon. Und ein bisschen Planung. Das habe ich mittlerweile gelernt. Denn es hilft nix, wenn ich alles vorbereite und 12 Stunden gehen lasse und dann mit den Kindern weg muss. Dann war die Arbeit umsonst.

Ich glaube es macht Sinn, einen Backtag alle 14 Tage oder 1x monatlich einzulegen und dann gleich mehr Brote auf Vorrat zu backen.

Der Sauerteig ging aber prima auf – da kann ich mich nicht beschweren. Was dann nicht geklappt hat war das Brot backen. Entweder die falschen Rezepte oder ein blödes Timing. Aber ich gebe nicht auf. Ich freue mich über getestete Rezepte (von euch) oder sonstige Tipps zum Thema Brot backen mit Sauerteig. Gerne her damit!

Tag 1

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Tag 2

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Tag 3

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Lieblingskekse – ohne Zucker

Schon einige Male haben wir bei einer lieben Freundin tolle Kekse serviert bekommen. Das Herbstmädchen (und auch ich) konnten nicht genug kriegen und so haben wir uns das Rezept besorgt.

Letzte Woche haben wir die Kekse dann nachgebacken – wenn auch mit abgeändertem Rezept. Und sie schmecken köstlich.

So köstlich, dass ich sie euch nicht vorenthalten will. Denn gerade wenn es um Snacks am Nachmittag geht, bin ich immer froh über neue Ideen.

So gehts:

4 EL Sonnenblumenöl / 4 EL Butter / 60 g Xylit (Birkenzucker) / 150 g Dinkelmehl / 1 Ei / 1/2 TL Salz / bisschen Vanillepulver / 2 EL Agavendicksaft / 1/2 TL Backpuler / 30 g gehackte Nüsse (ich habe Walnüsse genommen) / 1 Handvoll Amarath oder anderes Müsli/Samen etc… Wahlweise noch Schokosplitter oder Rosinen.

Butter mit Öl in die Küchenmaschine und mixen bis sich die beiden vermengt haben.

Backofen auf 190 Grad vorheizen.

Alle trockenen Zutaten in eine Schüssel und ordentlich verrühren. Alle nassen Zutaten in die Schüssel dazu und wieder verrühren. Danach den Teig löffelweise als kleine Häufchen auf dem Backblech verteilen und für 12 Minuten backen. Mahlzeit.

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Rote Bete Nudeln 

Ein neues Lieblingsgericht dass ich mit euch teilen muss. Aber erstmal muss ich DANKE sagen. An eine liebe Leserin, die mir – einfach so – diese beiden tollen Kochbücher geschickt hat. Welch eine Freude ❤️  

Das neue Lieblingsrezept stammt aus einem der Bücher und da ich Rote Bete so liebe, müssten wir es natürlich gleich testen. 

Zutaten abgewandelt: 

400 Gramm rohe rote Bete 

1 Knoblauchzehe 

150 ml Gemüsebrühe 

250ml vegane Sahne

Evtl Frühlingszwiebeln

Nudeln eurer Wahl. Hier waren es Dinkel-Penne

Die rote Bete klein machen – ich im thermomix. Dann mit den Knoblauch in der Pfanne andünsten. Nach ein paar Minuten die Gemüsebrühe dazu und 10 min köcheln, dann die Sahne Salz Pfeffer und nen Spritzer Zitronensaft dazu, fertig! Sogar der Liebste fand das und das soll was heißen. Mag er doch keine rote Bete.   

Kleinkinder und Gemüse

Wir waren bisher wirklich gesegnet, das Herbstmädchen hat beinahe alles gegessen. Langsam wird sie ein bisschen wählerischer, aber isst generell trotzdem fast alles. Gerade ziemlich angesagt: Stangensellerie knabbern und Spargel essen.

Aber – und das bekomme ich ich im Freundeskreis ganz oft mit – nicht jedes Kleinkind isst gerne Gemüse. Ich bin kein Experte und kann auch nicht bestätigen ob meine Tipps funktionieren. Aber vielleicht habt ihr ja Lust eure Tricks und Tipps noch zu ergänzen?

Meine Ideen wie man doch ein paar gesunde Nährstoffe in das Kind bekommen könnte:

  • grüne Smoothies. Wenn die richtig gemixt sind, dann schmecken sie nämlich nicht nach grün, sondern herrlich süß wie Saft. Das Herbstmädchen liebt grüne Smoothies.
  • verschiedene Aufstriche probieren. Hier gerade sehr beliebt, der Rote Bete Aufstrich von Alnatura. Weil er rosa ist! Das findet das Herbstmädchen ziemlich klasse.
  • Aus roter Bete könnte man auch nen Smoothie versuchen, der ist halt dann eben nicht grün. Sondern rot.
  • Nudeln aus Linsen, mit Spinat oder aus Kichererbsen testen
  • Manches Kleinkind kann man evtl. „überlisten“ in dem man das Gemüse in der Soße püriert.
  • Wenn das Herbstmädchen eine Phase hat in der es Nudeln OHNE S0ße mag, geb ich zumindest einen Schuss gutes Öl (Leinöl, Hanföl etc.) drüber.
  • selbstgemachte Dinkelstangen, Muffins oder Pfannkuchen mit Kräutern/Wildkräutern oder Gemüse. Brennnessel, Spinat, Zuchini. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
  • Suppen. Gerade Süßkartoffelsuppe, Kürbissuppe oder Karottensuppe sind ja farblich vielleicht etwas interessanter als eine grüne Brokkolicremesuppe. Obwohl bei uns im Kinderhaus die Brokkolicremesuppe schwer beliebt ist (dort hat sich jemand einfallen lassen, die Suppe einfach Olchi-Suppe zu nennen, seitdem lieben die Kinder die grüne Suppe)
  • Generell habe ich die Erfahrung gemacht wenn ich mir eine nette Bezeichnung einfallen lasse, dann wird es lieber gegessen. Sei es Kinderaufstrich, Prinzessinnenaufstrich, Olchi-Suppe, Zaubergemüse etc…
  • immer mit gutem Beispiel voran. Aber das ist eigentlich eh selbstverständlich. Wenn wir als Eltern kein Gemüse essen oder lustlos am Teller rumstochern, wird das Kind kaum mit Begeisterung den Rosenkohl reinschaufeln.
  • ein paar gute Ansatzpunkte habe ich auch noch hier gefunden.

Wichtig ist, denke ich, das Kind nicht zu zwingen oder ein „du musst erst das essen, bevor es etwas anderes gibt“. Das führt meiner Meinung nach nur zu mehr Verweigerung. Essen soll Spaß machen und schmecken. Und zwar den Großen und den Kleinen.

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Mehr selbermachen – Nudeln

Wir versuchen ja in der Holzhütte vieles selber zu machen. Zum einen um unabhängig zu sein und zum anderen um Müll (vor allem Plastikmüll) einzusparen. Nudeln waren bisher eines unserer größten Probleme. Wir haben kürzlich eine große Bestellung bei Fattoria la Vialla gemacht und futtern uns da gerade durch das leckere Sortiment.

Dennoch wollten wir eine Alternative. Und aufmerksam wie der Liebste ist, bekam ich zu meinem Geburtstag eine tolle Nudelmaschine (mit Motor! Yay!) geschenkt. Gestern haben wir uns an einem ganz einfachen Teig versucht und waren alle drei ziemlich begeistert. Zukünftig möchten wir immer gleich größere Mengen machen, die wir dann aufbewahren können. Der Teig bestand aus 500 Gr. Mehl und fünf Eiern (die wir immer von den Hühnern meiner Oma bekommen), statt Eier kann man aber auch einfach Wasser nehmen.

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Als nächstes möchte ich mich an bunten Nudeln versuchen. Wie hier bei Experiment Selbstversorgung.

Zuckerfreie Müsliriegel

Endlich habe ich es mal geschafft Müsliriegel zu machen. Ich bin immer wieder auf der Suche nach einer Abwechslung für unsere Snacks. Für in den Garten oder unterwegs. Müsliriegel kommen da gerade richtig.

Bei den Mengenangaben kann ich nur schätzen. Für den Anfang habe ich erstmal weniger gemacht, um zu sehen ob es klappt und vor allem ob sie uns auch schmecken.

Zutaten:

ganz klein geschnittene Trockenfrüchte (oder im Mixer zerkleinert) in unserem Fall Feigen, weil gerade offen. Datten, Aprikosen etc. Alles ist möglich

eine Handvoll Rosinen

zwei Handvoll Müsli – in unserem Fall ein Nussmüsli

zwei Handvoll gepufften Amaranth

eine Handvoll gemahlene Mandeln oder andere gemahlene Nüsse

je eine kleine Handvoll Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne

einen Schuss Reissirup, weil gerade noch da

dazu noch soviel Wasser oder Saft (ich hab einen Spritzer Apfelsaft dazugegeben) dass es eine klebrige Masse ergibt. Da muss es einfach ein bisschen nach Gefühl gehen, hab ich festgestellt. Das Ganze kommt in eine Auflaufform/Backblech (je nach Menge) und für 20-30 Minuten bei 180Grad in den Ofen.

Die Zutaten kann man natürlich nach Geschmack oder Vorräte variieren. Es ist ganz erschreckend einfach.

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Lieblingsrezepte – vegan

Aktuell habe ich Zeit und Lust mich durch ganz viele neue Rezepte zu kochen. Manches gelingt und ist sehr lecker, anderes wiederum schmeckt uns nicht so gut und schafft es nicht auf unsere „mal-wieder-kochen-Liste“

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Aktuell gibt es ein paar Rezepte die wir echt gerne machen und meistens sogar ziemlich schnell gehen.

Süßkartoffelsuppe: 

1 Zwiebel, 1 kleines Stück Ingwer in einem Topf anbraten. Dazu dann 600 Gramm geschälte und gewürfelte Süßkartoffeln und eine Karotte. Kurz anbraten. Dann mit 500-600 ml Gemüsebrühe und einer Dose Kokosmilch ablöschen und 25Min. köcheln lassen. Mit Kreuzkümmel, Koriander und Salz würzen. Pürieren, fertig. Oberlecker!

Dinkelburger mit Hanfbratlingen

Bratlinge nach Packungsangabe machen, zusammen mit Lieblingszutaten (hier: Zwiebel, Gurke, Paprika, Tomate, Salatblatt) in eine Dinkelsemmel schichten. Dazu noch selbstgemachtes Ketchup (passierte Tomaten, Tomatenmark, bisschen Agavendicksaft – fertig). Die Dinkelsemmel machen wir je nach Laune und Zeit selber oder holen sie im Biomarkt. Die Mischung für die Bratlinge ist von Chiron – Naturdelikatessen und wirklich sehr lecker. Dazu gibts noch Salat und fertig ist das Festmahl.

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Seit kurzem hole ich mir auch immer wieder Inspiration auf diesem absoltut tollen Blog. Ich bin fast ein bisschen verliebt. Glutenfrei, vegan und lecker – Leafysoul. Beispielsweise die Linsenbratlinge  oder der Blumenkohlauflauf. 

Brotzeit/Vesperideen für Kindergarten etc…

Ich habe euch schon einmal von unseren „schnellen“ Zwischenmahlzeiten erzählt. Seit September geht das Herbstmädchen ja nun ins Kinderhaus. Dort gibt es vormittags eine Brotzeitpause in die Kinder mitgebrachtes essen. Bei uns im Kinderhaus gibt es kein Süßzeug für die Brotzeitpause (Mittag wird ja immer frisch, vegetarisch und bio gekocht). Ich habe mal einige Tage unsere Brotzeitdose* fotografiert.

In der Kita meiner besten Freundin bringen die Eltern gesammelt Dinge für die Vesper mit. Was ich mir dafür sehr gut vorstellen kann:

  • Gemüsesticks (Karotte, Sellerie, Gurke, Kohlrabi, Paprika etc) mit verschiedenen Dips (Guacamole, Hummus, Frischkäse…)
  • Bananenkekse
  • Yoghurt mit Marmelade
  • verschiedene vegetarische/vegane Aufstriche. Da gibt der Biomarkt mittlerweile ja sehr vieles her
  • selbstgemachte Lebkuchen (mit Zuckerersatz wie Sirup, Xylit oder Kokosblütenzucker) nach dem Rezept von Frische Brise
  • Rohkostriegel
  • Käse/Traubenspieße
  • Smoothies (muss ja nicht zwingend grün sein)
  • Trockenobst wie Datteln, Rosinen, Aprikosen, Feigen und evtl Nüsse für größere Kinder
  • herzhafte Muffins (Gemüse, Pizza etc) oder süße Muffins (ohne Zucker, gerne aus Dinkelmehl)
  • Grünkohlchips

Der Phantasie sind (fast) keine Grenzen gesetzt. Ich freue mich über weitere Tipps von euch.

Dieser Artikel ist wirklich sehr interessant…..

IMG_5494 IMG_5544   *Unsere Boxen sind aus Edelstahl, beispielsweise die LunchBots von Kivanta.

Lieblingsrezepte

Ganz oft werde ich per Email oder auf Instagram gefragt was wir so alles kochen – gerade jetzt mit Kleinkind.

Wir kochen ja schon immer nicht besonders anders, seit das Herbstmädchen mit isst. Hier ein kleiner Rückblick. Und hier habe ich euch schon einmal meine veganen Lieblingsrezepte geteilt. Wir haben zum Glück ein sehr anspruchsloses Kind, das wirklich ALLES bis auf Zwiebel isst. Immer schon. Natürlich hat sie auch ihre Vorlieben, aber ganz generell isst sie wirklich alles und auch ordentliche Portionen. Sogar im Kinderhaus, was mich besonders freut.

Ein paar weitere Ideen gibts jetzt.

Was immer und in jeglicher Form geht ist Curry. Vor kurzem getestet und direkt mit in die Lieblingsrezepte aufgenommen. Cashew-Kichererbsen-Curry.

150 gr Kartoffeln in Stücke gschnitten/1 Zwiebel gehackt/2 Knoblauchzehen gehackt/2-3cm frischer Ingwer in kleine Stücke geschnitten/1TL Kreuzkümmel/1TL Chili (oder weniger wenn Kinder mitessen)/1/2 TL Kurkuma/1/2 TL Zimt/1TL Curry/nach Geschmack noch Koriander/400 gr gekochte Kichererbsen aus dem Glas/150g Cashews/350ml Gemüsebrühe/1 Dose Kokosmilch/ Reis

Kartoffeln in Topf 10-15 Min bissfest garen. Öl in einem weiteren Topf erhitzen, Zwiebel, Knoblauch, Gewürze dazu und 5Min dünsten. Kartoffeln, Kichererbsen und Cashews dazu dazu. Brühe und Kokosmilch dazu. 15 Min einkochen. Das fertige Curry mit Reis anrichten. Mahlzeit.  Seit kurzem ist auch Suppe immer mal wieder angesagt, Brokkolicremesuppe zum Beispielsweise. Gerne mit Brot dazu. Entweder selbstgemacht oder leckeres Dinkelbaguette.

Ziemlich oft gibt es auch Gemüsepizza. Da kann man beispielsweise Restgemüse sehr gut verwerten. Zuchini, Paprika, Karotten, Pilze, Mais, Oliven, was der Kühlschrank so hergibt. Unser Teig besteht aus 350 gr Dinkelvollkornmehl, 190 gr lauwarmes Wasser, ein Päckchen Trockenhefe, 1 TL Salz, 25 gr Olivenöl. Kneten, ausrollen, fertig. Mittlerweile gibts dazu auch eine Kinderpizza, die rollt und belegt das Herbstmädchen völlig alleine und ist hinterher sehr stolz drauf. Bei der Pizza in der Holzhütte kommt übrigens richtiger Käse drauf, anderer schmeckt uns einfach nicht.

Lasagne in jeglicher Form schmeckt uns auch immer hervorragend.  

 Diese Woche testen wir noch eine Linsen/Mangoldlasagne. Mangold steht noch im Garten und der sollte vorm Wochenende noch weg.

Und heute gab es beispielsweise superleckeren Kartoffel-Brokkoli-Erdnuss-Auflauf. Zum reinlegen.

500 gr Kartoffeln/ 1/2 Zwiebel/1 Dose Kokosmilch/5 EL Erdnussmus fein/1 EL Sojasauce/2 TL Agavendicksaft/Chili nach Geschmack/Brokkoli auch nach Geschmack (wir haben zwei ganze in Röschen zerteilt, das hat gerade gepasst)/60 g ungesalzene Erdnüsse/Käse nach Geschmack

Erst Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden und 10 Min in einem Topf bissfest garen. Dasselbe mit dem Brokkoli, Röschen abteilen und 5 Min dünsten. Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel andünsten, Kokosmilch, Erdnussmus, Sojasauce, Agavendicksaft und Chili unterrühren. Zum kochen bringen dann 5min köcheln lassen. Brokkoli und Nüsse dazu, Salz Pfeffer dazu. Dann alles zusammen mit den Kartoffeln in eine Auflaufform und evtl. mit Käse überbacken. Geht aber auch ohne Käse. 190 Grad / 20 Min. Fertig.        
  

Das große Thema Ernährung – Kleinkinder und Kompromisse

Ein Thema das mich täglich beschäftigt ist Ernährung. Gerade seit ich mich damit einfach intensiv befasse, vegetarisch lebe und mein Leben gesund und nachhaltig gestalte. Noch mehr seit das Herbstmädchen mit isst.

Ich kann euch gerne verraten wie die Ernährung für das Herbstmädchen aussehen würde, wenn ich das zu 100% entscheiden könnte. Vegetarisch (90% vegan, es gibt hier keine Kuhmilchprodukte etc. außer hin und wieder Käse oder die Eier von den Hühnern meiner Oma), Weizen und Zuckerfrei, keine Fertigprodukte.

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Tja, nur so einfach ist das alles nicht. Das habe ich mittlerweile feststellen dürfen. Denn 1. hat das Herbstmädchen schon so ziemlich ihre eigenen Vorstellungen vom Leben, 2. sind wir oft unterwegs und 3. isst das Herbstmädchen auch mal ohne uns bei Oma oder Tante.

Zuhause klappt meine Optimalvorstellung schon sehr gut. Ganz so einfach ist es aber nicht, sobald das Herbstmädchen beispielsweise zur Oma geht. Und das tut sie mittlerweile fast täglich, sie wohnen ja nebenan und das Herbstmädchen startet dann schonmal alleine los. Sie weiß wo die Oma Brezen versteckt hat, genauso wo der Kuchen aufbewahrt wird. Oder das Vanilleeis. Soll natürlich nicht heißen, sie geht los und bedient sich an diesen Dingen. Aber wenn Kuchen gegessen wird, dann möchte sie selbstverständlich auch ein Stück abhaben. Eine Alternative habe ich zwar meistens einstecken, aber da sind wir wieder bei der sehr eigenen Vorstellung des Herbstmädchens. Ich habe für mich mittlerweile einen annehmbaren Kompromiss gefunden. Sie darf ein Stückchen haben, alles mit Maß und Ziel. Auch wenn ich damit nicht 100% glücklich bin, will ich weder dass sie dort verzichten muss, noch die Oma vor den Kopf stoßen, die sich eh schon große Mühe gibt und extra mit Dinkelmehl und braunem Zucker bäckt.

Für mich ist das tatsächlich ein schwieriges Thema, weil ich einfach der Meinung bin das tierische Produkte, Zucker und Weizen NICHT gesund sind.

Solang das Herbstmädchen auch noch nicht wissentlich entscheiden kann OB sie Fleisch ist, darf sie das übrigens nicht. Da bin ich tatsächlich strenger. Wenn wir wissen, wir sind zum grillen eingeladen, dann nehmen wir vegane Bratwürstchen mit.

Das klappt alles soweit ganz gut.

Was mir hingegen noch mehr Magenschmerzen bereitet, sind die Lebensmittel die nicht „bio“ sind. Mag für den ein oder anderen ein Luxusproblem sein, ich jedoch bin der Meinung dass Bio Standard sein sollte. Darüber habe ich schon öfter gebloggt. 

Aber auch da machen wir Kompromisse. Müssen wir. Einfach weil wir uns nicht hier in der Holzhütte einsperren können (auch wenn ich manchmal ganz stark das Bedürfnis habe das zu tun)

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Ich bin froh, dass das Herbstmädchen mit ihren knapp zwei Jahren an sich sehr sehr gesund ist. Generell sieht ein Tagesmenü in etwa so aus:

Frühstück:

Müsli gerne mit Hanfsamen, Chiasamen, Flohsamen, Dinkelflakes, Buchweizen gepoppt, Amaranth gepoppt, Dinkelflocken etc.

Zwischenmahlzeit:

Smoothie oder Obst, je nach Saison was der Garten hergibt, gerne auch Trockenfrüchte wie Rosinen oder Datteln.

Mittagessen:

immer frisch gekocht. Ein paar Rezeptideen habe ich hier und hier gebloggt.

Nachmittagssnack:

entweder Obst (je nachdem was es vormittags gab), selbstgemachten Kuchen, zuckerfreie Dinkelkekse, selbstgemachtes Apfel/Birnen/Aprikosenmus, selbstgemachte Eis etc

Abendessen:

Brotzeit. Dinkelbrot oder Semmeln, mit verschiedenen veganen Aufstrichen, Salat, Gemüsesticks, Avocado, Oliven, hochwertige Öle. Was der Kühlschrank und der Garten so hergeben.

In diesem Sinne. Mahlzeit!